dontdropthesword intothefireAuf DON’T DROP THE SWORD aus dem bayrischen Erding wäre ich wohl niemals gestoßen, hätte sie mir nicht Brian Blake von den amerikanischen Power Metallern ETERNAL VOYAGER mit den Worten „Die Jungs musst du dir unbedingt mal anhören“ empfohlen. Weil seien wir ehrlich, der etwas sperrige Name weckt eher den Gedanken an eine Truppe, die irgendwo im Bereich zwischen Metal- und Deathcore zuhause ist als an eine Band, die ihre Musik als „Epic Speed Metal“ bezeichnet. Und auch das Cover der Scheibe reißt einen nicht wirklich zu Begeisterungsstürmen hin.

Liest man den der Promo-CD beigefügten Infotext, dann stellt man fest, dass DON’T DROP THE SWORD erst Anfang 2016 gegründet wurden. Anti (Gesang), Maxi (Leadgitarre, Rhythmusgitarre, zusätzlicher Gesang), Alvin (Rhythmusgitarre, Leadgitarre), Mathias (Bass) und Dom (Schlagzeug) sind jedoch in der bayrischen Untergrundszene keine Unbekannten. Mit „Into The Fire“ legte die Gruppe Anfang 2017 ihr erstes musikalisches Lebenszeichen in Form einer EP mit 5 Songs vor. Mit ihrer Musik huldigt die Gruppe nach eigener Aussage Vorbildern wie BLIND GUARDIAN, HAMMERFALL und MANOWAR. Also die Scheibe aus der Hülle genommen und in den CD-Player gepackt, um festzustellen, ob die Erdinger ihren Worten auch Taten folgen lassen können.

Und siehe da, DON’T DROP THE SWORD können. Bereits der Opener „Death Or Glory“ erinnert nicht nur wegen Anti’s Gesang gewaltig an ganz frühe BLIND GUARDIAN zu Zeiten von Alben wie „Battalions Of Fear“ (1988) oder „Follow The Blind“ (1989). Das fängt ja schon gut an. Der anschließende Titelsong „Into The Fire“ gefällt mir persönlich am besten. Vermischt er doch auf sehr gekonnte Art und Weise die sehr stark an Hansi Kürsch erinnernde Stimme von Anti mit tiefen Growls, die zeigen, dass der Sänger über eine große stimmliche Bandbreite verfügt. Auch der Ansatz, dass die Growls teilweise in der Sprache Mordors gehalten sind, verschafft der Nummer einen zusätzlichen sehr interessanten Aspekt. Davon gerne mehr. Mit „The Rise Of Neith“ begibt man sich dann tief in die ägyptische Mythologie, wozu der leicht orientalische Hauch des Stücks sehr gut passt. Auch die Ballade „Memories“ und die abschließende Bandhymne „Don’t Drop The Sword“ überzeugen voll und ganz. Auch die Produktion von Bonifaz Prexl kann sich absolut hören lassen. Da klingen manche Veröffentlichungen großer Labels deutlich schlechter.

Abschließend kann man sagen, dass DON’T DROP THE SWORD auf „Into The Fire“ nach allem klingen, nur nicht nach Newcomern. Natürlich hört man heraus, wer die Vorbilder sind, aber genau das war ja auch der Plan der Band. Trotzdem besitzt die Musik genug Eigenständigkeit, um nicht wie die tausendste Kopie von Band XY zu klingen. Ich freue mich bereits auf das erste vollständige Album. Die EP ist nämlich mit etwas mehr als 24 Minuten leider viel zu schnell vorbei. (Matthias)


Bewertung:

Matthias7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 5
Spielzeit: 24:11 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 27.01.2017

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