motherscake norhymenoreasonKuchen ist normalerweise etwas ganz leckeres, der MOTHER’S CAKE, der in Österreich gebacken wird, war in der Vergangenheit allerdings nicht immer eine reine Gaumenfreude. So habe ich beim Supportauftritt zu ANATHEMA (2014) sehr zwiespältige Erinnerungen mit nach Hause mitgenommen und auch das zweite Album der Band „Love The Filth“ (2015) war mir nicht mehr als sieben Punkte wert; was bedeutet, da geht noch einiges besser.

Auf der anderen Seite konnte mich das Trio um Yves Krismer, Benedikt Trenkwalder und Jan Haußels vor nicht allzu langer Zeit als Support von WOLFMOTHER durchaus begeistern und siehe da, auch das neue Album der Band „No Rhyme No Reason“ weiß besser zu schmecken, wenngleich die Band wahrscheinlich nie zu meinen persönlichen Faves zählen wird.

Das liegt einerseits daran, dass die Taktik der Band, stilübergreifend zu Werke zu gehen, auf „No Rhyme No Reason“ besser funktioniert. Klar es gibt gewisse Vorbilder, an denen sich die Band orientieren kann, aber gerade diese „funky“ Momente, die man immer wieder in sein Fundament aus Progressive, Psychedelic und Alternative Rock miteinfließen lässt, machen die Band zu etwas speziellem. Man kann guten Gewissens sagen, „No Rhyme No Reason“ rockt und groovt wie Sau.

Das ist auch der Beweis dafür, dass das Trio vordergründig Wert legt auf die instrumentale Seite, ich könnte mir MOTHER’S CAKE nach wie vor gut als rein instrumentale Band vorstellen. Dabei hat man den Gesangsanteil auf seinem dritten Studioalbum prozentual nochmals erhöht, was wiederum etwas schwierig ist, denn man kann es drehen und wenden wie man will, Yves Krismer ist kein begnadeter Sänger und ich glaube wirklich, das dieser Punkt der Band im Wege steht, um noch größer zu werden. MOTHER’S CAKE könnten mit einem zweiten Sänger ihrer Musik noch mehr Tiefe und Qualität verleihen.

Positiv bemerkbar hingegen macht sich, dass das Songwriting insgesamt abwechslungsreicher gestaltet wurde, von LED ZEPPELIN bis MUSE bieten die drei Musiker eine enorme Bandbreite, neben harten Grooveausbrüchen wie „Black Roses“ und „The Killer“ findet sich auf dem Album auch ein vor Experimentierfreude strotzender Longtrack, betitelt „Streetja Man“ und zum Glück auch wenigstens ab und an ein paar ruhigere Momente wie in „Enemy“.

Wie gesagt MOTHER’S CAKE werden nie meine persönliche Lieblingsband werden, müssen sie auch nicht, trotzdem ist „No Rhyme No Reason“ ein mit einem drückenden Sound versehenes Statement einer Band, die ihre eigene Nische gefunden hat und mit der vorhandenen Energie und Power bestimmt auch Strom erzeugen könnte. (Maik)


Bewertung: 

Maik 20168,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 55:30 min
Label: Membran
Veröffentlichungstermin: 27.01.2017

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