Junkyard Drive Sin Tonic album cover.jpgAm 17. Februar erscheint das Debütalbum der Band JUNYARD DRIVE aus Roskilde. Die Band wurde bereits 2014 gegründet, und tourte seitdem bereits in Lettland, den Niederlanden, Deutschland, den USA und Mexiko. Sie stand unter anderem bereits als Support für PRIMAL FEAR und Lizzy DeVine (ex-VAINS OF JENNA, THE CRUEL INTENTIONS) auf der Bühne.

Als Einflüsse geben die fünf Dänen GUNS N‘ ROSES und AC/DC an. Als ihre Attitüde geben sie „Schweiß, Blut und Bier“ aus, wobei dann doch der Lieblingsdrink der Band, Gin Tonic, zum übertragenen Namensgeber zu ihrem Album „Sin & Tonic“ wurde. Dieses wurde in den Kopenhagener Medley Studies aufgenommen und abgemischt.

Dem Album gelingt es den 80er Jahre Hard Rock Spirit zu transportieren, ihn aber auch gleichzeitig mit dem Sound des 21. Jahrhunderts zu verbinden. Tiefgreifende Lyrics sollte man jetzt nicht unbedingt erwarten, aber die fünf Lederjacken-Rocker schreddern sich versiert mit schnellen Riffs und straight forward Rock 'n' Roll durch ihren Erstling und liefern dabei einige sleazige Singalong-Refrains ab. Herausgekommen ist eine kurzweilige Platte, die man ruhig mehr als einmal hören kann.

Leidenschaftlich ausdrucksstark kommt im Kontrast die Ballade „Geordie“ daher, ein altes englisches Volks-Kinderlied aus dem 16. Jahrhundert, welches vermutlich am ehesten durch Joan Baez Vertonung aus dem Jahr 1962 bekannt sein dürfte.

Die Band will der Musik „Ehrlichkeit und Würde“ zurückgeben. An diesen großen Worten muss man sich dann auch messen lassen. Der größte Kritikpunkt gilt deshalb zum Schluss gar nicht der Musik selbst, sondern dem Album-Cover, welches mich doch sehr verstört zurück lässt. Die legendäre „Sex, Drugs & Rock & Roll“-Attitüde mag zwar bei einigen Bands aufgesetzt und abgedroschen rüber kommen, aber das geht noch klar. Andere kommen komplett ohne sexualisierte Cover als Verpackung für ihre Musik schon nicht mehr aus, unschön aber nun gut.
Was man sich allerdings bei JUNKYARD DRIVE bei dem Cover zu „Sin & Tonic“ gedacht hat, welches bei Betrachtung der abgebildeten „sündigen Nonne“ eindeutig die Assoziationen „betrunken, wehrlos, willig und verfügbar“ weckt, ist mir nicht so wirklich klar. Im Regal stehen wollte ich persönlich jedenfalls so etwas nicht haben. Ob die Band hier ihren Vorbildern GUNS N‘ ROSES nacheifern will, deren ursprüngliches „Appetite“ Cover eine Vergewaltigung darstellte und zur Verbannung aus den Verkaufsregalen führte – man weiß es nicht... (Manu)


Bewertung:

Manu7,5 7,5 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 44:16 min
Label: Mighty Music
Veröffentlichungstermin: 17.02.2017

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Andreass Avatar
Andreas antwortete auf das Thema: #20554 5 Monate 1 Woche her
Diese Art der Aufmerksamkeitshascherei ist weit übers Ziel hinausgeschossen. Auch wenn es offensichtlich ist, welche Klientel hier bedient werden soll, passt das "Design" nicht zu den Aussagen der Band. Da hätte eine wilde Barszene mit den Bandmitgliedern sicher eher gepasst. Chance vertan, Schublade "blöd und unnötig" auf und rein damit.

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