betontod revolutionBETONTOD haben nun auch bereits 27 Bandjahre auf dem Buckel. „Stoppt uns wenn ihr könnt“ (2001) gehörte sicherlich seinerzeit zu jenen Alben deren Schall aus meinem Zimmer meine Eltern in schiere Verzweiflung trieben. Der große Erfolg stellte sich erst in den letzten Jahren ein, jetzt gibt es Neues für die Fans.

Produziert wurde das nunmehr achte Studio-Album „Revolution“ von Vincent Sorg (DIE TOTEN HOSEN, IN EXTREMO, DONOTS). Eigentlich läuft das Album ziemlich gut an, sowohl der Titeltrack „Revolution“ als auch „Küss mich“ gefallen mir richtig gut. Immer wieder drängen sich mir Assoziationen zu den älteren Sachen von MUFF POTTER (I love) auf.
Auch „Welt in Flammen“, ein Song über den schlimmen Krieg in Syrien und seine Folgen, weiß noch zu überzeugen. Die Botschaft ist klar „Wir sind nicht bereit, den Hetzern die Straße zu überlassen, es wird Zeit für eine Revolution in der Mitte dieser Gesellschaft, nicht getrieben von Angst und Hass, sondern von Empathie und sozialer Verantwortung.“

Ob es an dem krassen Break von Gesellschaftskritik zu Partylaunen-Punk der dann erfolgt liegt oder woran genau ist mir nicht ganz klar, jedenfalls kommt danach aus meiner Sicht nichts wirklich Erwähnenswertes mehr und Frau ging leider über Bord. „Freiheit oder Tod“ sticht vielleicht noch ein wenig hervor, aber zündet auch nicht so wirklich. Insgesamt bedienen BETONTOD mal mehr Punk mal mehr Metal.
„Revolution“ kommt insgesamt sehr nostalgisch und melancholisch daher, mit vielen Reminiszenzen an frühere Zeiten. Ab und an überschreitet das schon die Grenze zum Kitsch, aber das ist ja Geschmackssache. Als Gastmusiker konnten BETONTOD u.a. MASSENDEFEKT und DRITTE WAHL („Bambule und Randale“) gewinnen. Im März/April sind die Jungs aus Rheinberg mit ihrer „Revolution“ auf Deutschlandtour. (Manu)


Bewertung:

Manu7,0 7 / 10


Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 44:03 min
Label: Arising Empires/Nuclear Blast
Veröffentlichungstermin: 13.01.2017

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