angerhead fueledbyrageWenn ein Genre meinen metallischen Musikgeschmack entscheidend geprägt hat, dann ganz klar der Thrash Metal der achtziger Jahre und hier ganz besonders die Bands aus der Bay Area rund um das kalifornische San Francisco. Dort entstand damals in Garagen der Sound, der die etablierten Bands kräftig in den Hintern treten und Millionenseller wie METALLICA, SLAYER, MEGADETH und ANTHRAX hervorbringen sollte. Unvergessen sind daher die Zeiten, in denen ich die Tage bis zur Veröffentlichung eines neuen Albums einer meiner Lieblingsbands zählte.

In den 2000ern gab es zwar einige interessante Newcomer aus der Gegend, aber in den letzten Jahren ist es, was neue Bands aus der Bay Area angeht, eher ruhig geworden.

Mit ANGERHEAD könnte sich das jetzt ändern. Die 2011 gegründete Truppe aus San Jose veröffentlicht nach ihren beiden EPs „Angerhead“ (2012) und „Headful Of Hate“ (2014) nun mit „Fueled By Rage“ ihr Debütalbum. Hier mischen Paul Hastey (Gesang), Eric Beard (Gitarre), Jim Pegram (Bass) und David O‘ Neal (Schlagzeug) Thrash, Metal, Hardcore und Punk zu ihrem ganz eigenen Sound zusammen.

Natürlich sind sie hierbei nicht die Ersten und die Band erfindet auf „Fueled By Rage“ den Thrash Metal definitiv nicht neu, aber das Endergebnis kann sich mehr als hören lassen. Auch weil Juan Urteaga (EXODUS, TESTAMENT) die ersten 9 Songs des Albums produziert hat während für die letzten 3 Songs Tim Narducci (SYSTEMATIC, SPIRAL ARMS) verantwortlich ist.

Besonders hervor tut sich hier Sänger Paul Hastey, der von Thrash Metal Gekeife bis zu tiefen Growls, die auch mancher Death Metal Band gut stehen würden, stimmlich so ziemlich alles drauf hat. Schon mit dem Opener „So Cold“ verpassen einem die Jungs eine heftige Abreibung. Auch „Legacy Of Hate“, „Take Me As I Am“ und „Destroy The Trend“ überzeugen voll und ganz. Weiterhin wird hier mit „Iron Fist“ gekonnt MOTÖRHEAD Tribut gezollt. Bei der Bandhymne „Angerhead“ gibt sich dann mit Steve „Zetro“ Souza von EXODUS noch eine echte Bay Area Legende die Ehre und teilt sich wie bereits auf der ersten EP bei dieser Nummer den Gesang mit Paul.

Alles in allem bleibt festzuhalten, dass ANGERHEAD auf „Fueled By Rage“ deutlich zeigen, dass eine Menge Potenzial in ihnen steckt. Nicht zuletzt weil sie mit ihrer Musik die unterschiedlichsten Fans ansprechen. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 42:26
Label: Violent Creek/Soulfood Music
Veröffentlichungstermin: 02.12.2016

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