dotlegacy totheothers“To The Others” ist ein Album, das bei mir wechselnde Gefühle erzeugt. Und zwar von heller Freude bis zu tiefstem Schock. Und das ist erst der erste Song. Der beginnt mit einer super coolen Hookline im ZEAL & ARDOR-Style und endet mit Sprechgesang und Saxophon-Gitarre im Stile von DOG EAT DOG.

Aber man muss auch sagen, dass die vier Franzosen schon beim 2014 erschienenen Debut “Dot Legacy” nicht sehr viel wert auf Genregrenzen gelegt hatten. Da wurde Stoner mit Post-Rock und tanzbaren Indie-Grooves gemischt. Stets eingängig, selten langweilig und immer für eine Überraschung gut. Und obendrauf der mehrstimmige Gesang, der immer ein bisschen zum mitsingen animiert.

Also, was ist geblieben? Der mehrstimmige Gesang ist nach wie vor da, der Lead-Gesang aber meist ziemlich verzerrt, was aber ganz gut funktioniert. Der Sound ist etwas weniger definiert, teilweise matschig und das Album ist leider etwas überproduziert. Was es dem Album aber eindeutig mangelt sind die Songs. “Grey Cardinal” und “Dakota” sind durchaus starke Songs nach Manier des Vorgängers. Leider ist dann auch schon Ende. “5314” lässt den Sprechgesang nochmal zurückkehren. Ein bisschen Fremdschämen ist angesagt. “211”, genauso wie “Story Of Fame” sind kaum bis zum Ende auszuhalten. “The Twelve” ist dann noch ein nettes Instrumentalstück und “Pioneer”, das den Abschluss bildet, ist eine schöne Ballade, rettet dann aber auch nix mehr. Schade.

Es tut mir echt ein bisschen weh eine Band abzustrafen, die mutig Stile mischt und versucht Grenzen auszureizen. Das sollte eigentlich belohnt werden, wo Bands doch zu oft den sicheren Weg gehen und erfolgreiches einfach kopieren. Funk, Rap, Stoner, Indie, alles ist irgendwie mit reingemischt, aber wenn nunmal die Songs nicht gut sind, dann hilft der Mut auch nicht weiter. (Uwe)


Bewertung: 

Uwe5,0 5 / 10

Anzahl der Songs: 8
Spielzeit: 34:30 min
Label: Setalight Records
Veröffentlichungstermin: 25.11.2016

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