seriousblack mirrorworldDas ging ja verdammt schnell. Etwas mehr als ein Jahr hat es gedauert bis SERIOUS BLACK mit „Mirrorworld“ den Nachfolger zu ihrem 2015er Debüt „As Daylight Breaks“ vorlegten. Bedenkt man, dass der Veröffentlichung des ersten Albums noch Touren mit HAMMERFALL und GAMMA RAY folgten, und die meisten Bandmitglieder noch in anderen Bands aktiv sind, dann fragt man sich wann jeder Einzelne überhaupt die Zeit fand, Songs für das Zweitwerk zu schreiben.

Dass es da scheinbar doch noch einige Ressourcen gegeben haben muss, beweist die Gruppe mit dem nun vorliegenden „Mirrorworld“. Wobei es zuvor zwei nicht unerhebliche Umbesetzungen in der international besetzten Allstartruppe gab. So mussten Roland Grapow aus zeitlichen und Thomen Stauch aus gesundheitlichen Gründen leider das Handtuch werfen. Mit Bob Katsionis (Gitarre) und Alex Holzwarth (Schlagzeug), die beide schon auf der letzten Tour aushalfen, hat man jedoch nicht minder bekannte neue Mitstreiter am Start.

Diese scheinen nun einen nicht unerheblichen Einfluss auf die musikalische Ausrichtung der neuen Scheibe gehabt zu haben. Denn hatte ich bei „As Daylight Breaks“ noch moniert, dass das Keyboard stellenweise zu sehr im Vordergrund stand, setzen SERIOUS BLACK hier deutlich mehr auf Gitarren. Nach dem orchestralen Intro „Breaking The Surface“ gehen Alex Holzwarth (Schlagzeug), Mario Lochert (Bass), Urban Breed (Gesang), Bob Katsionis (Gitarre), Dominik Sebastian (Gitarre) und Jan Vacik (Keyboards) mit dem bereits seit längerer Zeit bekannten „As Long As I’m Alive“ in die Vollen und zeigen, dass harte Gitarren und Melodien sich nicht zwangsläufig gegenseitig ausschließen. Mit der darauf folgenden Nummer „Castor Skies“, zu der es auch ein Video gibt, hat man gar einen richtigen Hit am Start. Auch der Rest der insgesamt auf der Standardversion des Albums enthaltenen 9 Stücke zeigt deutlich, dass die Musiker ihr Handwerk verstehen und Sänger Urban Breed ist stimmlich eh über jeden Zweifel erhaben.

Auch die Produktion, für die dieses Mal Jan Vacik verantwortlich war, gibt keinerlei Grund zur Beanstandung. Dennoch sei trotz aller Begeisterung über die Tatsache, dass SERIOUS BLACK auf dem zweiten Album ihren eigenen Stil gefunden haben, ein klein wenig Kritik erlaubt. Da wäre zu einem die Tatsache, dass nach Abzug des Intros eigentlich nur 8 richtige Songs auf der Scheibe vertreten sind, und zum anderen, dass mit „Emotional Blackmail“ und „This Machine Is Broken“ zwei der stärksten Stücke, die die Jungs bisher zu bieten haben, nur auf der Limited Edition von „Mirrorworld“ vorhanden sind. Wer die volle Dosis will, sollte daher am besten gleich zur limitierten Version des Albums greifen, da diese gleich mit 7 Bonusstücken aufwartet.

Fazit: Auf ihrem Zweitwerk haben sich SERIOUS BLACK deutlich weiterentwickelt und können den guten Eindruck, den sie bereits mit ihrem Debüt hinterließen, noch verstärken. Die Länge des Albums ist meiner Meinung jedoch, zumindest was die Standardversion angeht, deutlich zu gering ausgefallen. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias7,5 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 34:44 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 09.09.2016

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