The Dead Daisies Make Some NoiseBereits mit ihrer letzten Platte „Revolucion“ hatte ich so meine Probleme. Obwohl die Musik eigentlich genau meins sein müsste, zündete es nicht so richtig. Mit „Make Some Noise“ sollte sich dies ändern, unter anderem ist nun auch Doug Aldrich an der Gitarre dazu gestoßen.

Auch für die dritte Scheibe hat Gründer und Schlagzeuger Brian Tichy wieder ein wenig am Line-Up geschraubt. John Corabi übernimmt weiterhin den Gesang, David Lowy teilt sich mit Doug Aldrich die Gitarrenarbeit, und am Bass findet sich mit Marco Mendoza ebenfalls eine prominente Besetzung. Der Titel „Make Some Noise“ ist so gesehen Programm, was der Opener „Long Way To Go“ gleich unterstreicht. Die insgesamt zwölf Stücke sind zeitloser Rock’n’Roll, der für gute Laune sorgt und beweist, dass hier großartige Musiker viel Spaß bei ihrer Arbeit haben. Mit dem Titelstück ist dieses Mal auch ein potenzieller Hit enthalten, und die Scheibe rockt auf Anhieb mehr als der Vorgänger, zumindest meiner Meinung nach. Das mag mitunter an den grandiosen Licks von Doug Aldrich liegen, aber auch am Songmaterial selbst. Die Refrains gehen gut ins Ohr und können auch noch Tage später in Gedanken mitgesungen werden. Die Coverversion von „Fortunate Son“ ist sehr gelungen und macht Spaß, dabei kreieren THE DEAD DAISIES ihre eigene Version des Songs. Das zählt auch für „Join Together“ von THE WHO, womit das Album einen perfekten Abschluss erhält.

Nach einigen Durchläufen der Platte ist mir nun auch endlich klar geworden welches Problem ich mit der Band habe, doch dies ist eher persönlicher Natur. Corabi klingt nicht mehr ganz so dreckig wie zu seiner Zeit bei MÖTLEY CRÜE, dabei hat sich seine Stimme eigentlich kaum verändert. Somit bleibt nur die Vermutung, dass mir die Band, ähnlich wie ihr Name, etwas zu weich gespült klingt. Das mag aber auch nur an der Produktion liegen, live konnte ich die Band bisher noch nicht sehen. Doch das ist nun wirklich eine ganz persönliche Sache, denn „Make Some Noise“ macht Laune und ist ein richtig gutes Album geworden. Ich musste mich aber zunächst an die vorherrschende Stimmung gewöhnen.

Auch der Sound der Platte kann sich hören lassen, lediglich die Gitarren hätten für meinen Geschmack etwas lauter sein können. Dafür ist der Gitarrensound an sich aber absolut fantastisch. Mal schauen ob sich für mich dieses Mal die Gelegenheit ergibt, eines der Konzerte zu besuchen. Die Band ist gegen Ende des Jahres noch mal in Deutschland unterwegs, und mit „Make Some Noise“ im Nacken werden das sicherlich sehr interessante Termine.

„Make Some Noise“ kann sich anstandslos jeder Fan guter Rock-Musik holen, die Platte bietet ziemlich alles, was man sich wünscht. Am besten genießt man die Platte in entsprechender Lautstärke, dann wird man auch dem Titel gerecht. (Pascal)


Bewertung:

Pascal8,0 8 / 10


Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 45:07 min
Label: Spitfire Music / SPV
Veröffentlichungstermin: 05.08.2016

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