devildriver trustnooneDie Vorzeichen für „Trust No One“, das siebte Album der Kalifornier DEVILDRIVER, standen denkbar schlecht. Dies lag nicht zuletzt daran, dass nach Dez Fafaras Wiedervereinigung mit seiner Stammkapelle COAL CHAMBER der Großteil der DEVILDRIVER Mannschaft von Bord ging. Doch auch mit dem ziemlich im Black Metal wildernden Vorgängeralbum „Winter Kills“ wusste die Band 2013 alles andere als zu überzeugen.

So durfte man durchaus skeptisch sein wie sich Dez Fafara (Gesang), Neal Tiemann (Gitarre), Mike Spreitzer (Gitarre), Chris Towning (Bass) und Austin D'Amond (Schlagzeug) auf ihrem neuen Silberling schlagen. Doch die gute Nachricht zuerst. Auf „Trust No One“ lassen DEVILDRIVER den Black Metal in der Mottenkiste und orientieren sich wieder deutlich mehr an ihren im Thrash Metal liegenden Wurzeln.

Doch leider gibt es bei dieser Scheibe gleich mehrere Gründe zur Beanstandung. Und so macht sich trotz aller Hoffnung, dass die neue Besetzung vielleicht auch frischen Wind in die zuletzt doch ziemlich schwächelnde Kapelle gebracht haben könnte, nach nur wenigen Sekunden Ernüchterung breit. Denn schon beim Opener „Testimony Of Truth“ macht sich Langeweile breit. Das hat man alles schon einmal, und leider auch deutlich besser, von unter anderem MACHINE HEAD gehört. Ansonsten verliert man sich hier in zumeist recht banalem Geholze und wenn dann doch einmal eine Melodie um die Ecke kommt, so wirkt diese fast schon fehl am Platze und wie am Reißbrett konstruiert.

So können auch nur wenige, der insgesamt 10 Stücke, wirklich überzeugen. Neben „My Night Sky“, dem Titeltrack und „This Deception“ sticht kein Song besonders heraus. Das größte Manko auf „Trust No One“ ist jedoch der Klang. Dieser ist dermaßen glattgebügelt, dass man das Album nur als deutlich überproduziert bezeichnen kann.

Letztendlich bleibt nur zu sagen, dass nicht wenige Fans mit dieser Scheibe ihre Probleme haben dürften. Sowohl was die Qualität der Songs angeht als auch bezüglich des Klangs. So scheint es leider so als seien Dez Fafara und seine Mannen gerade dabei DEVILDRIVER und alles für was dieser Name in der Vergangenheit stand mit Karacho vor die Wand zu fahren. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias7,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 41:19 min
Label: Napalm Records
Veröffentlichungstermin: 13.05.2016

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