prollguns horsefleshbbqOkay, ich erspare euch an dieser Stelle pseudowitzige Sprüche über Pferde in der Lasagne. Trotzdem kann ich mich erinnern, dass es in meiner Kindheit und Jugend im Mannheimer Stadtteil Jungbusch noch einen Pferdemetzger gab und allen Pferdefreunden dürfte es ziemlich bitter aufstoßen, dass man zum Beispiel in Worms und Speyer heute noch Pferdemetzgereien findet. In Hannover reicht jedoch auch der Gang zum „NP“ um die Ecke, wo man die Pferdebockwurst ganz normal neben den „Deutschländern“ im Regal findet.

Kommen wir aber nun zurück zum Thema und das heißt in diesem Falle PROLL GUNS. Mit „Horseflesh BBQ“ veröffentlichen die Salzburger bereits ihr zweites Album nach dem 2013er Debüt „And The Western Blood Runs“. Nachdem dieses noch über Recordjet vertrieben wurde, erscheint „Horseflesh BBQ“ nun beim deutschen Indie-Label NRT-Records.

Wie mundet nun dieses BBQ?

Evil Ed (Leadgesang, Bass), The Burner (Gesang, Gitarre) und Cra “Y” Maker (Schlagzeug) bezeichnen ihre Musik gerne als „Western Thrash ‚n‘ Roll“. Das kann man auch eigentlich so stehen lassen, solange man bei „Western“ nicht automatisch an Mucke wie THE BOSS HOSS denkt. Die Österreicher sind da nämlich schon ein ganz anderes Kaliber. Vor allem der Gesang von Evil Ed würde auch so mancher Death-Metal-Band hervorragend zu Gesicht stehen. An Zutaten für ihr BBQ liefern einem die Österreicher räudigen Thrash Metal gewürzt mit einer guten Prise dreckigem Rock 'n' Roll der Marke MOTÖRHEAD und abgerundet mit gelegentlichen Banjo Klängen

Mit Nummern wie dem knüppelharten „Texas To Hell“, dem mit Folk-Anleihen versehenen „Looking Out My Backdoor“ und dem atmosphärischen „Southern Slavery“ bietet die Band dann auch viel Abwechslung. Mit dem Dänen Tue Madsen (EKTOMORF, SICK OF IT ALL u.a.) verpflichtete man weiterhin einen Meister seines Faches für die Produktion. Hier gibt es also rein gar nichts auszusetzen.

Trotz all dieser mehr als guten Voraussetzungen gibt es beim Zweitwerk der österreichischen Cowboys dann doch ein kleines Problem. Es bleibt nämlich einfach nichts hängen. Selbst nach dem vierten Durchlauf ist mir keine der enthaltenen zehn Nummern besonders im Gedächtnis geblieben.

So bleibt das „Pferdefleisch BBQ“ zwar ein netter Snack für zwischendurch, hat aber leider nicht genug Gehalt, um auf Dauer zu sättigen. (Matthias)


Bewertung: 

Matthias7,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 42:41 min
Label: NRT-Records
Veröffentlichungstermin: 26.02.2016

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015