leeaaron fireandgasolineNahezu überraschend durften selbst Insider die damalige Meldung aus dem Jahre 2011 aufnehmen, dass die einzige und alleinige Metal Queen plötzlich wieder Lust auf Hardrock bekam. Nachdem Mitte der 90er auch bei der gebürtig Katherine Greening heißenden Kanadierin die Lichter in Sachen Rock ausgingen und sie sich entschloss lieber Jazz zu spielen, schienen ihre musikalischen Glanztaten der harten Musik nur noch langsam aber sicher als eine Erinnerung zu verblassen. Im Zuge des 20-jährigen Geburtstag des Sweden Rock Festivals trat Lee Aaron dann aber auf und zwar mit exakt der Setlist, die sich ihre Fans seit Jahren verzweifelt gewünscht hatten: Hard Rock at it´s best.

Nun gut, bei dem Gig lief nicht alles zu einhundert Prozent rund und das neue Album „Fire And Gasoline“ hat nun auch knappe fünf Jahre gebraucht um das Licht der Welt zu erblicken. Ein Song der darauf erhalten ist gab es jedoch auch damals schon zu hören („Bad Boyfriend“) und ließ eine halbe Dekade lang auf mehr hoffen. Dabei handelt es sich bei der neuen Scheibe nicht um einen Output der sofort die alten Alben in Erinnerung ruft. Dafür sind wohl zu viele Jahre vergangen und auch der Zeitgeist ist nun mal unwiederbringlich dahin. Trotzdem hat es die Holde geschafft, den Spagat zwischen ihrem klassischen Machwerk und neuen Elementen zu meistern.

Außer dem bereits angesprochenen Song gibt es zahlreiche weitere Nummern, die dem geneigten Rezipienten direkt in die Gehörgänge gehen dürften, wie beispielsweise das nicht minder enthusiastische „50 Miles“. Selbst der Balladensektor ist gut bestückt, was in früheren Zeiten wohl selbstverständlich gewesen wäre doch heutzutage, gerade wegen eines erhöhten Pop-Appeals auch ganz schön schief gehen kann. Doch weit gefehlt, eine Nummer wie „Bittersweet“ kommt ohne Schmalz daher und weiß dennoch eine ruhige triste Stimmung einzufangen.
Die Scheibe mag zwar nicht in jeder Faser ihres Seins überzeugen, da sich auch austauschbare Füllerklänge darauf eingeschlichen haben. Allerdings sind diese wahrlich und glücklicherweise nur in geringen Dosen vorhanden. Es bleibt also festzuhalten, dass die Metal Queen nach über 20 Jahren ein Album veröffentlicht hat, welches es würdig ist ihren Namen zu tragen. Schöner wäre es nur noch, wenn man sich davon überzeugen ließe ein ausgedehntes Gastspiel in Europa aufs Parkett zu legen. (David)

Bewertung:

David7,5 7,5 / 10


Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 46:52 min
Label: Big Sister Records/ILS/Caroline
Veröffentlichungstermin: 25.03.2016

 

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