Black Cobra-ImperiumSimulacraInsidertipps folgend besorgte ich mir die ersten Alben dieser außergewöhnlichen Truppe. Außergewöhnlich deshalb, da sie zum einen nur aus 2 Leuten besteht, zum anderen aufgrund ihrer sehr eigenen Mischung von zähem Sludge und arschtretendem Hardcore und Punk.
Da das Duo sich allerdings im näheren europäischen Umfeld wenig blicken lässt, kann man BLACK COBRA schon mal aus den Augen verlieren. Dementsprechend war die Freude umso größer, als ihre neue Platte angekündigt wurde.

Stramm geht es von Anfang an zu, und zwar stramm, was stramm heißt. An der Rezeptur hat sich nicht viel geändert, bei zwei Leuten und ebenso vielen Instrumenten bleibt da ja nicht viel Spielraum. Weit gefehlt, denn da hat man die Rechnung ohne Jason Landrian und Rafael Martinez gemacht. Auf „Imperium Simulacra" dominiert zwar definitiv das Schlagzeug, aber dennoch leisten die bösen Riffs und schrägen Töne ihren Beitrag zum Gelingen der Platte. Fantastisch, was man auch mit nur 2 Leuten auf die Beine stellen kann, und das nicht erst seit gestern, sondern schon seit 2001. Diese spärliche Besetzung ist zwar kein Einzelfall – siehe MANTAR – , aber dennoch muss man immer noch staunen, dass hier die Essenz so gut in die richtigen Kanäle geleitet wurde.

Der Gesang von Jason hat sich über die Jahre erheblich entwickelt, und statt einem wütend schreienden Hardcoretypen erkennt man jetzt Patenschaften von Bands wie VENOM oder auch CELTIC FROST. Sehr düster kommt der wiederhallende Gesang rüber, auch wenn der Hardcoreteil immer noch eine große Rolle bei BLACK COBRA spielt. Die treibenden Off-Beats und vertrackten Tomwirbel wirken sowohl primitiv wütend als auch logisch durchdacht. Das Tempo ist überwiegend hoch angesetzt, wenn auch durch groovige Midtempoparts aufgelockert, und wenn das Chaos seinen Endspurt erreicht, so wie etwa in „Obsolete", dann ist der Rest eigentlich entspannt zum Zurücklegen geeignet. Ein schwerer 80er Jahre Anstrich ist bei „Imperium Simulacra" nicht von der Hand zu weisen, steht aber der Band und der Platte ausgezeichnet.

Mich hat die Platte gleich zu Beginn schwer verzückt, und ich kann es kaum noch abwarten, dass Duett mal wieder hier in der Nähe live zu sehen. Ein außergewöhnliches Album, das sich von anderen Veröffentlichungen dieser Art gut und positiv abheben kann. Wäre da nicht der Hang zur leichten Ermüdung, würde man mit der Höchstnote winken. Mit diesem Pärchen hat man bestimmt noch lange Freude im Musikparadies. (Jochen)


Bewertung:

Jochen8,5 8,5 / 10

 

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 48:13 min
Label: Season Of Mist
Veröffentlichungstermin: 26.02.2016

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