traitor venomizerThrash Metal boomt. Davon zeugt nicht zuletzt der erste Platz der deutschen Album-Charts für SLAYER und ihr neues Werk „Repentless". Im Zuge des Revivals der letzten Jahre sind auch in Deutschland zahlreiche junge Bands entstanden, die die Fahne des Genres hochhalten und mit ihrer Musik ihren Vorbildern huldigen.

Eine dieser Gruppen sind TRAITOR aus Balingen, die mit „Venomizer" ihr bereits zweites Album, nach ihrem Debüt „Thrash Command", dessen Veröffentlichung bereits auf das Jahr 2012 datiert, vorlegen. Das Zweitwerk von Gerd Hery (Gitarre, Hintergrundgesang), Lorenz Kandolf (Bass), Andreas Mozer (Schlagzeug, Gesang) und Matthias Koch (Gitarre) wurde erneut unter der Regie von Vagelis Maranis (u.a. SUICIDAL ANGELS) eingespielt, am Klang gibt es daher absolut nichts auszusetzen.

TRAITOR führen auch mit Album Nummer 2 ihren bisherigen Weg fort und bieten dem Hörer hier erneut 12 Stücke lang Old School Thrash Metal ohne irgendwelche Experimente. Hier weiß jemand ganz offensichtlich, was er am besten kann und setzt dieses Wissen dementsprechend in die Tat um.

Allerdings merkt man hier ganz deutlich, dass die Einflüsse der Schwaben eindeutig bei den „Big Four" des Teutonic Thrash Metal liegen. Namentlich KREATOR, SODOM, DESTRUCTION und TANKARD. Besonders die Frühwerke der Mannen um Mille Petrozza haben ihre Spuren in der Musik von TRAITOR hinterlassen. Diesen Umstand würdigen sie dann auch dementsprechend mit der Nummer „Teutonic Storm".

Rein vom Können her sind die Vier auch über jeden Zweifel erhaben und mit Stücken wie „Reactor IV", „Torturize" und „Lords Of Lust" dürften sie die Anhänger des Old School Thrash Metal auch problemlos auf ihre Seite ziehen.

Dennoch sei hier auch ein wenig Kritik angebracht, die jedoch nicht nur an TRAITOR, sondern an den Großteil der neueren Thrash Metal Bands geht.

Es ist zwar legitim, wenn eine Band sich selbst und ihren Wurzeln treu bleibt, aber mir fehlt hier dann doch ein wenig die Weiterentwicklung bzw. Innovation. „Pleasure To Kill" von KREATOR ist bereits vor 29 Jahren erschienen und jeder Thrash Metal Fan, der etwas auf sich hält, hat die Scheibe im heimischen Regal stehen. Da bedarf es nicht zig Alben, die sich genauso anhören. Wobei ich hiermit nicht sagen will, dass die Scheiben des Nachwuchs schlecht sind, es fehlt mir persönlich nur an frischen und ganz besonders eigenen Ideen.

So ist auch „Venomizer" ein weiteres gutes Album, dem es jedoch an Eigenständigkeit fehlt, um es zu einem sehr guten Album zu machen. (Matthias)

Bewertung: 6 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 44:19 min
Label: Violent Creek Records
Veröffentlichungstermin: 13.11.2015

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