4bitten rewindanderaseDafür dass das Crossover Genre schon seit zig Jahren aus dem letzten Loch pfeift, ist es erstaunlich, dass es immer noch Bands gibt, die daran anknüpfen, womit die GUANO APES Mitte der Neunziger Jahre eine Zeit lang erfolgreich waren, bis man irgendwann den musikalischen Faden verloren hatte.
Soweit sind 4BITTEN, habe ich eigentlich schon mal gesagt, dass ich solche Slangbandnamen doof finde, noch nicht, auch wenn „Rewind And Erase" nicht das erwartete Debüt, sondern bereits das dritte Studioalbum der Band aus Hellas ist.

Da die Band hierzulande noch nahezu komplett unbekannt ist, muss ich die bunte Truppe, die seit 2002 existiert kurz vorstellen, wie gesagt Griechenland haben wir schon einmal als Heimatland festgemacht, 2009 erschien das Debüt „No More Sins", 2012 der Nachfolger „Delirium", da wurde es inzwischen wirklich Zeit für das Drittwerk. In der Heimat wurde die Band, die aus drei Herren sowie der Sängerin Fofi Roussos besteht, bereits in größeren Magazinen gefeatured, auch durfte man bereits die Bühne mit alten Säcken wir URIAH HEEP und UFO teilen, was nicht so 100% zu passen scheint.

Die Musik des Quartetts hat sicherlich gewisse Classic Rock/Heavy Metal Attribute, tendiert aber sowohl vom Riffing als auch vom Gesamtsound her in eine deutlich modernere, jugendlichere Richtung, wofür insbesondere auch die Sängerin verantwortlich ist, die ein freches Mundwerk besitzt, gemünzt auf ihren Gesang versteht sich. Eigentlich komme ich in diesem Zusammenhang nicht herum Vergleiche mit EXILIA anzustellen, wobei 4BITTEN in Sachen Songwriting die Nase vorn haben.

Das heißt nun allerdings nicht, dass es auf „Rewind And Erase" nur so vor Hits wimmelt, „Save My Soul", „Memory Of Me" und" Redefine Your Fate" haben einen gewissen Wiedererkennungswert, viel mehr haben 4BITTEN aber diesbezüglich nicht zu bieten. Solche Musik braucht gerade diese gänsehauterzeugenden Melodien und von diesen findet man auf „Rewind And Erase" zu wenige, da kann sich Fofi noch so sehr ins Zeug legen. Punkten können 4BITTEN hingegen mit einem guten Sound sowie den von den alten Helden inspirierten Soloeinlagen, die zumeist kurz und knackig ausfallen, was aber kein Fehler ist.

Zum Glück bin ich frei und in der Lage heute nicht mit ja oder nein abstimmen zu müssen, denn für „Rewind And Erase" kann man weder voller Überzeugung den Daumen heben, noch ist die Platte durchgängig so schlecht, dass man sie mit Ignoranz abstrafen müsste. „Rewind And Erase" ist irgendetwas dazwischen, die Platte rockt ordentlich, auf die obligatorischen Balladen verzichtet man, was man ebenfalls als gut oder schlecht sehen kann. Mich würde schon interessieren wie sich Fofi Roussos schlagen würde, wenn sie auf den Groove ihrer Bandkollegen verzichten müsste. Vielleicht beim nächsten Mal, bis dahin verbleiben wir mit einer knappen 7. (Maik)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 47:35 min
Label: The Leaders Records
Veröffentlichungstermin: 26.06.2015

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