Birth Of Joy - Live At UbuDa denkt man, als Redakteur eines Online-Magazins würden einem weit weniger Bands durch die Lappen gehen, und dann muss man feststellen, dass einem dennoch unglaublich viel Musik abhanden kommt. So bin ich mit den Rockern BIRTH OF JOY aus den Niederlanden erst mit ihrem aktuellen Live-Album „Live At Ubu" in Kontakt gekommen. Dabei gibt es die Band schon seit 2005, und insgesamt hat das Trio bereits zwei Studioalben am Start. Doch da sieht man mal wieder, wie wichtig ein Livealbum sein kann, denn darauf zeigt die Band sehr eindrucksvoll ihre Livequalitäten.

Den ersten Song, den ich von BIRTH OF JOY in seiner Livefassung hören durfte, war „Grow", und allein dieser Titel verbindet schon unglaublich viele musikalische Genres miteinander. So klingen die Hammondorgel und die Gitarrensoli teilweise stark nach DEEP PURPLE, wobei die Rhythmuswechsel ein leichtes Prog-Gefühl aufkommen lassen und die Musik auch ein wenig im Licht des Psychedelic-Rock erscheint. Genau so ein erster Eindruck führt oftmals dazu, dass man sich näher mit einer Band beschäftigt und im Falle von BIRTH OF JOY war dies beinahe schon Pflicht. Dabei hat mich die Band keineswegs enttäuscht, und mit „Live At Ubu" bietet sie einen sehr guten Überblick über ihr bisheriges Songmaterial. Darüber hinaus wurde die Liveenergie des Konzertes sehr gut eingefangen und zeigt, wie verdammt stark die Band auf ihren Konzerten ist. Demnach klingt „Live At Ubu" nicht wie eine polierte Aufnahme, sondern mehr nach einem echten Livesound, etwas, das ich gerade bei Livescheiben immer wieder lobenswert erwähnen muss. Mit insgesamt zwei Stunden und zehn Minuten überzeugt der Auftritt auch durch seine schier unglaubliche Länge. In den Sechzigern und Siebzigern waren zwei Stunden noch normal, heute freut man sich als Fan bereits über 90 Minuten Livemusik. Damit bieten BIRTH OF JOY also zwei Stunden musikalische Unterhaltung auf hohem Niveau, was den Musikfan sicherlich sehr freuen wird. Dabei spielt die Band sehr dynamisch, und durch viele kleinere Jams ist das Konzert zudem interessant und abwechslungsreich. Allgegenwärtig ist über das gesamte Konzert die Macht der Hammondorgel, die gespielt von Gertjan Gutman eine unglaubliche Atmosphäre verbreitet.

Mit „Live At Ubu" bekommt man eine sehr umfangreiche und energiegeladenen Liveplatte geboten, durch die auch Nicht-Kenner der Band die Möglichkeit bekommen, sich ausführlich mit ihr zu beschäftigen. Ich für meinen Teil habe in dieser Band ein weiteres Highlight entdeckt und bin bereits auf die nächsten Veröffentlichungen des Trios sehr gespannt. Dabei kann ich diese Band allen Fans des Hardrocks der Siebziger und Sechziger nur wärmstens empfehlen. DEEP PURPLE-Fans werden an BIRTH OF JOY sowieso nicht vorbeikommen. (Pascal)


Bewertung: 8,5 / 10

Anzahl der Songs: 23
Spielzeit: 70:55 min
Label: Long Branch Records / SPV
Veröffentlichungstermin: 12.06.2015

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