bigballscowgirl fromfirsttolastBIG BALLS COWGIRL wurden mir angekündigt mit den Worten „ADELE und PANTERA in einer Band", da wird man natürlich direkt hellhörig, wer oder was sich hinter dieser Band verbirgt, die dieser Tage nach dem Erstling „Bulletride" (bei diesem Bandnamen liegt solch ein Albumtitel quasi auf der Hand) ihr Zweitwerk mit dem weniger pragmatischen Titel „From First To Last" über Timezone herausgebracht hat.

Es sollte sich zwar relativ schnell herausstellen, dass bei diesem Album nahezu nichts von ADELE und PANTERA drin steckt, ganz einfach weil Katharina Lorenz zu keiner Sekunde mit der fantastischen britischen Künstlerin gesanglich mithalten kann, wobei wer kann das schon? Auch fehlt der Band aus dem Norden der Republik überwiegend die Durchschlagskraft und die mächtigen Riffs, um ernsthaft mit PANTERA in einen Wettstreit treten zu können. Betrachtet man diesen Vergleich eher metaphorisch, dann sind da durchaus ein paar Fünkchen Wahrheit mit dabei und „From First To Last" ist eigentlich eine ganz ordentliche Platte.

Hardrock, Heavy Rock, Alternative Rock, irgendwo dazwischen bewegen sich BIG BALLS COWGIRL, man rockt sich recht schnörkellos durch seine elf Songs des Albums, von denen der Opener „A New Direction" sowie im weiteren Verlauf „Roses On Your Tombstone" und „Devil's Son" am besten hängenbleiben, insgesamt fehlen der Band sowie der Platte die letzten Körner, um mehr als ein Ausrufezeichen setzen zu können.

In punkto knackiger Ausdrucksform ändern natürlich auch die beiden Halbballaden „My Darkest Dephts" und „No Forgiveness" nichts, die beide sehr stimmig daherkommen, weil sie prima zur Bluesröhre von Katharina Lorenz passen. Insgesamt ist das der spannende Punkt bei dieser Band, dass Heavy Rock auf eine Sängerin trifft, die auch in einer Bluesband singen könnte.

Live kommt das Ganze bestimmt noch besser als auf dieser Platte, die in allen Bereichen mindestens ordentlich, meistens sogar eher gut, ist, wenn man mehr erreichen will, muss man einfach noch geilere und mitreißendere Songs schreiben, hiervon gibt es für meinen Geschmack auf „From First To Last" zu wenige, empfehlen kann und möchte ich dieses zweite Studiowerk trotzdem, auch weil ich überzeugt bin, dass die Band aus Meppen/Hannover noch zu mehr fähig sein wird. (Maik)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 38:00 min
Label: Timezone
Veröffentlichungstermin: 22.05.2015

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