AForestOfStars BTSYCSA FOREST OF STARS ist eine der mit einigem Abstand großartigsten Bands, die Britannien dem Black Metal beschert hat. Ihre Musik ist in jeder Hinsicht positiv anders, eigenständig, geheimnisvoll und mitreißend. Zudem halten sie sich bescheiden zurück, weshalb sie seit gut acht Jahren Bestand noch immer eine der strahlendsten Perlen im Underground sind. Nun, gute drei Jahre nach dem herausragenden „A Shadowplay For Yesterdays“ kommt mit „Beware The Sword You Cannot See“ das vierte Album der Briten auf den Markt, das wieder einmal zeigt, wie sich Geduld auszahlen kann.

Bereits zu Beginn fällt unmittelbar auf, das wieder ein gesondertes Augenmerk auf eine theatralische Konzeption gelegt wurde, die nicht kitschig, sondern genuin authentisch umgesetzt wurde. Eine vielseitige emotionale Ausgestaltung des Werkes wird mit den verschiedensten Stilmitteln bewerkstelligt, von Rhythmusvariationen über Harmoniespielereien bis hin zu gesanglichen Experimenten, die sich trotz ihrer komplexen Gestalt eines hohen Wiedererkennungswerts erfreuen.
Das Gitarrenspiel ist wie immer sehr vielseitig ausgefallen. Neben dem typisch einfachem,  schwarzmetallischem Riffing sind es vor allem die progressiven Läufe und die dezenten Exkurse in postrockige Gefilde, die für ein umfangreiches Klangbild Sorge tragen. Unterstützt wird dieses Gitarrenspiel von einer bombastisch und subtilen Violinenspiel, das der Musik den letzten Feinschliff verleiht. Dieser Vielseitigkeit passt sich auch der Drummer an, welcher von saftigem Blastbeat bis hin zu treibend doomigen Techniken so ziemlich alles abklappert, was in eine derartige Veröffentlichung rein muss.
Einige Fortschritte sind auch im Gesang zu vernehmen. Das verzweifelte Kreischen, das aggressive Keifen und der traurige Klargesang werden auf „Beware The Sword You Cannot See“ stellenweise mit weiblichem Gesang ergänzt, der die Eingängigkeit des Werkes zusätzlich steigert.

A FOREST OF STARS sind und bleiben meiner Ansicht nach eine der hörenswertesten Bands unserer Zeit. Auch wenn „Beware The Sword You Cannot See“ meiner Ansicht nach nicht ganz an die Brillanz des Vorgängers anknüpfen kann, ist es ein Album, das man kennen, und auf jeden Fall einmal gehört haben sollte. Vergleichbares gab es allenfalls von den deutschen NAGELFAR oder den italienischen IN TORMENTATA QUIETE. Es bleibt zu hoffen, dass diese Band ihrem roten Faden treu bleibt und die Community weiterhin mit ihrem erstklassigen Material erfreut. (Jannick)

Bewertung: 9,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 59:24 min
Label: Lupus Lounge
Veröffentlichungstermin: 27.02.2015

 

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