ranger whereevildwellsDieses Truppe aus Finnland schert sich einen feuchten Schiss um irgendwelche angesagten Strömungen im Metal. Alles nur ansatzweise Moderne wird verschmäht. RANGER klingen total 1zu 1 nach den den Achtzigern, was Stil, Produktion, Outfit und Attitüde angeht. Man muss wirklich mehrmals auf die Rückseite der CD schauen, steht da wirklich 2015? Seit ihrer Gründung 2008 gab es drei Demos sowie zwei EPs. Im letzten Jahr kam mit der Compilation "Skull Splitting Metal!" eine Zusammenstellung aus Demo-Tapes und Eps heraus. „Where Evil Dwells" stellt also das eigentliche Debütalbum dar.

Fast alle Stücke werden einfach kompromisslos heruntergebrettert, garniert mit hohen Schreien und wahnsinnigem Drumming sowie echt coolen Riffs. Wie eine Symbiose aus alten EXCITER, OVERKILL, THRUST und HIRAX klingend, gelingt es eine räudige Variante Old School Metals zu erschaffen. Gleich der Opener „Defcon 1" macht keine Gefangenen und zeigt auf, was uns erwartet. Nämlich ungehobelten Speedmetal wie aus dem Lehrbuch mit spitzen Schreien, geshoutetem Refrain und echt fantastischem Mittelteil, der einem die Rübe abmontiert. Beim nachfolgenden „Deadly Feast" wird etwas Speed rausgenommen, es geht aber immer noch ordentlich ab. „Phantom Soldier" ist eine treibende Nummer, die durch einfache aber effektive Riffs glänzt. Fast schon melodisch für RANGER Verhältnisse. Bei „Dead Zone" fühle ich mich etwas an Acts wie AGENT STEEL, HAVE MERCY oder ABATTOIR erinnert. Klasse Song! "Black Circles" ist ebenfalls Speedmetal mit Klasse, ähnlich gelagert wie der Vorgänger. Höre ich jemand das Wörtchen „Eintönigkeit" einwerfen? Definitiv. RANGER ziehen ihren Stiefel konsequent durch, ohne Kompromisse.

Etwas mehr Abwechslung gibt es dann im Titelsong, der sich über 10 Minuten erstreckt. Hier erwartet euch ein wahres Riffgewitter und geschwindigkeitstechnisch gibt es alles von schleppend bis schnell, mit echt starken Breaks und der psychotische Gesang gefällt mir hier besonders. Der Rausschmeißer „Storm Of Power" ist der schnellste des Albums und klingt wie ein versiffter Bastard aus EXCITER und RAZOR.

Vielen dürfte das Album ingesamt zu gleichförmig sein, aber das waren die Referenzalben der Achtziger der oben genannten Bands im Prinzip auch. Das hier ist eine leidenschaftliche Hommage an die alten Rabaukentruppen und dafür muss ich RANGER danken, da sie sehr authentisch agieren. Neben den Schweden TYRANEX, den Belgiern EVIL INVADERS und den Superstars MIDNIGHT machen RANGER beileibe keine schlechte Figur, wenn es um rüpelhaften Old School-Metal geht. Support the ugly side of metal! (Ralf)

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 7
Spielzeit: 38:48 min
Label: Spinefarm Records
Veröffentlichungstermin: 13.03.2015

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015