CloseToChaosEine zugesteckte CD machte den Anfang. CLOSE TO CHAOS - nie zuvor davon gehört! Kein Wunder, denn diese Truppe gibt es noch nicht allzulang. Fünf junge Menschen machen sich auf, ihren Traum von Musik zu verwirklichen.
Leider hält die CD keinerlei weitere Informationen außer Bandmitglieder und Produzent bereit und auch die Facebook-Seite wird etwas stiefmütterlich behandelt. Dort jedoch geht es etwas informativer zu und man findet zumindest einen Link zu einen Song auf youtube sowie zahlreiche Links zu bekannten Musikportalen. Bei einer Band ohne erkennbare Historie halte ich das schon für etwas zu dick aufgetragen. Wer aber mit soviel Selbstbewusstsein in die Welt hinausbrüllt: "Wir machen tolle Musik!", dem kann man schonmal Gehör schenken.

Das Album "Changing Mind" beginnt mit dem Lied "Your Ruin" welches von gezupfter Akustikgitarre eingeleitet wird und sich recht schnell in eine handfeste Metalnummer mit klarem weiblichen Gesang von Constanza Eroli und Growling von Sänger und Gitarrist Fabian Socha verwandelt, welchen man auch von DREADFUL PROPHECY kennt . Wer jetzt jedoch Klänge á la LACUNA COIL oder ORPHANAGE erwartet, wird schnell enttäuscht sein, denn trotz dem ähnlich gestrickten Konzept geht es bei CLOSE TO CHAOS etwas hektischer zu. Der nächste Song "Inner Secret" sagt mir schon etwas mehr zu, denn ich mag den Synthie-Sound. Hier gefällt mir das Gesangduett auch sehr viel besser und die progressive Struktur des Songs macht mir großen Spaß. Stellenweise werde ich an die seligen UNCREATION-Zeiten erinnert die ich 1996 erleben durfte. Die locker flockige Nummer "Let The Sun" ist meiner Meinung der Song des Albums mit dem größten Potential. Constanza singt hier von allen Liedern am besten und der klare Männergesang passt sich sehr gut ihrer Stimmfärbung an. Bei der tollen Powerballade "You Will Find Me" singt sie alleine, was dem Lied die nötige Leichtigkeit und Transparenz verleiht. Mit "Passing By" gibt es auch kurzes ein Instrumentalstück zu bewundern. Das folgende "In My Dreams" baut sich langsam auf um dann schön loszurocken. Aber auch hier ist das Growling zu tief - zu präsent. Der Synthie, der von Markus Gorges bedient wird, hält sich vornehm im Hintergrund, streut jedoch öfter ein paar schräge Passagen ein. Insgesamt ein gelungenes Stück. "Open The Door" klingt zunächst nett, besteht mir aber aus zu hektisch aneinandergereiten Passagen. Der Gesang klingt außerdem gehetzt und ich überspringe diese Song gerne beim Hören.
"Lord Of Chaos" klingt etwas zu gewollt nach OPETH. Hier dominieren die Growls von Fabian. Irgendwie tritt der Song auf der Stelle und wirkt auch etwas zusammengeflickt.
Der letzte Song beginnt etwas holprig, was aber auch an der CD zu liegen scheint, mit elektronischen Klängen. "Her Scars" enthält einige bekannte Zitate von den großen Vorbilder aus der Welt des Metal-Progrock, hat einen tollen Refrain und endet für meinen Geschmack etwas zu abrupt. Man blickt unwillkürlich auf die Anzeige des Players, ob dieser nicht hängengeblieben ist.
Das Demo hat unbestritten großes Potential. Jedoch hätte die Band gut daran getan, die Songs erstmal Live zu präsentieren um das Zusammenspiel zu festigen. So bleibt es einfach nur nett anzuhören und wenn man nicht allzu genau hinhört, bleiben die vielen kleinen Fehler auch verborgen. Der Sound geht zwar in Ordnung, jedoch musste ich mich Anfangs erstmal daran gewöhnen. Er ist sehr direkt und druckvoll und bringt alle Instrumente klar 'rüber. Hier hat Produzent und DREADFUL PROPHECY-Drummer Chris gute Arbeit geleistet. Durch besseres Mastering hätte man jedoch noch einiges rausholen können. Da die Band nach eigenen Angaben Lust auf Gigs hat, sollte man den Songs auch live noch eine Chance geben. (Andreas)

www.facebook.com/Closetochaosband

Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 37:13 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 18.11.2014

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