Immortal-Randy-RhoadsTribute-Alben sind für mich immer ein wenig schwierig, entweder sind die Teile großartig oder sie können auch nach dem x-ten Durchlauf das nötige Feuer nicht entfachen. In diesem Jahr erscheint mit „Immortal Randy Rhoads" ein Tribute-Album zu Ehren des legendären Gitarristen RANDY RHOADS, der zunächst bei QUIET RIOT spielte und anschließend mit OZZY OSBOURNE große Erfolge feierte. Wer weiß, zu was RANDY RHOADS noch fähig gewesen wäre, wäre er nicht bei einem Flugzeugabsturz 1982 im Alter von nur 25 Jahren auf tragische Weise ums Leben gekommen. Nur wenige Gitarristen hatten einen solch großen Einfluss auf ihre Nachwelt wie RANDY RHOADS.

Als ich zum ersten Mal von diesem Release hörte, war ich von dem Unterfangen nicht gerade überzeugt. Schließlich hat OZZY OSBOURNE nach dem tragischen Unfalltod von RANDY RHOADS selbst ein Live-Album namens „Tribute" veröffentlicht. Anstelle von „Immortal Randy Rhoads" wäre mir eine Neuauflage dieses Liveklassikers eigentlich lieber gewesen. Doch der erste Eindruck hat mich getäuscht, der für mich sehr schwache Opener „Crazy Train" ist zum Glück nicht repräsentativ für das ganze Album. Hier wäre sicherlich mehr drin gewesen wäre, hätte SERJ TANKIAN mehr gewagt und nicht einfach nur stumpf versucht, OZZY OSBOURNEs Organ zu imitieren. Die restlichen Songs können sich sehen lassen und machen durchweg Spaß. Acht der insgesamt elf Songs werden von Allrounder Tim Ripper Owens gesungen, der auch die Stimme von OZZY OSBOURNE überraschend gut „imitieren" kann. Wobei ich ihm an dieser Stelle zugestehen muss, dass er auch genügend eigenen Stil hineinlegt und sich somit einmal mehr als grandioser Sänger auszeichnet. Doch neben Owens und Tankian gibt es noch viele andere prominente Gäste, so ist gerade die Liste der Gitarristen besonders interessant geworden. Da hätten wir unter anderem Alexi Laiho, George Lynch, Gus G, Bruce Kullick und Doug Aldrich. Die Songs werden dabei überwiegend vom Original übernommen, und es wird durchgehend dem viel zu früh verstorbenen Gitarristen RANDY RHOADS gehuldigt. Vergessen wird dabei oft, dass dieser neben seinen Erfolgen mit OZZY OSBOURNE auch Gründungsmitglied bei QUIET RIOT war. Mit „Killer Girls" und „Back To The Coast" haben es allerdings nur zwei Tracks von QUIET RIOT auf die Platte geschafft.

Die von Chuck Billy gesungene Version von „Mr Crowley" find ich persönlich besonders gelungen, Tim Ripper Owens erledigt seinen Job absolut hervorragend. Neben den sonstigen Gästen ist das Mitwirken von Randys Bruder Kelle Rhoads und den alten Weggefährten Rudy Sarzo und Frankie Banali ein Beweis dafür, dass dies offensichtlich eine Herzensangelegenheit aller Beteiligten war. Soundtechnisch lässt sich an „Immortal Randy Rhoads" nicht sehr viel bemängeln, etwas mehr Abwechslung bei der Besetzung des Sängers wäre sicherlich gut gewesen, dennoch stelle ich mir diese Aufgabe als sehr schwierig vor, was gerade bei „Crazy Train" mehr als deutlich wird. Auch bei der Songauswahl wären mehr QUIET RIOT-Songs gerne willkommen gewesen.

Meine anfängliche Skepsis gegenüber dem Projekt verflog bereits nach den ersten Durchläufen, und „Immortal Randy Rhoads" entpuppt sich als gutes Tributealbum, das RANDY RHOADS alle Ehre macht. Gerade für Gitarristen wird das Album besonders interessant sein, da der Stil von RANDY RHOADS bis heute wegführend ist. Neben der uns vorliegenden CD-Version des Albums erscheint diese auch noch mit einer Bonus-DVD. (Pascal)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 52:20 min
Label: UDR-Music
Veröffentlichungstermin: 27.02.2015

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