va saarlandunderground2014„Der deutsche Metal Underground lebt". Zu dieser Feststellung kommt man unweigerlich, wenn man sich einmal die Mühe macht über den Tellerrand des Mainstreams hinaus zu blicken, um sich auf die Suche nach neuen und unverbrauchten Bands zu machen. Ich muss jedoch gestehen, dass ich mit der Szene des Saarlands nicht sonderlich gut vertraut bin, weshalb mir von den auf dem „Saarland Underground 2014 Metal Sampler" vertretenen 15 Bands bisher auch nur GODSLAVE, die Band unseres ehemaligen Redaktionsmitglieds Bernie etwas sagten. Doch was gibt es besseres als einen Sampler, um sich einen Überblick über eine lokale Szene zu verschaffen?

Wobei ich dann doch etwas überrascht war, dass dies sogar schon der 10. Saarland Underground Metal Sampler ist. Musikalisch ist hier von Metal über Hardcore bis hin zu Metalcore so ziemlich jedes Genre vertreten. Leider schwankt die Qualität hier sowohl musikalisch als auch klangtechnisch teilweise ganz erheblich. So finden sich hier zwar einige echte Perlen wie ARCTIC WINTER mit „Struggle To Live" oder auch LAX 386 mit „Slider Crew", wirklich heraus stechen jedoch nur die bereits erwähnten GODSLAVE mit ihrem schon ein wenig länger bekannten Song „Our School". Ansonsten wechseln sich hier Licht und Schatten in schöner Regelmäßigkeit ab.

Mit so manchem Beitrag kann ich, wobei ich hier natürlich nur für mich sprechen kann, dann auch so rein gar nichts anfangen. Vor allem der Song von SPERMATRÄNEN zeichnet sich, anders kann man das nicht nennen, durch eine wirklich grausige Klangqualität aus.

Auch die Aufmachung des Booklet könnte etwas aufwendiger gestaltet sein, da hier nur die Adressen der Internetseiten der beteiligten Gruppen aufgeführt sind. Bilder oder weitere Infos zu den jeweiligen Bands findet man dort nicht.

Fazit: Dafür, dass es sich hier um den bereits zehnten Sampler dieser Art handelt, finde ich persönlich den „Saarland Underground Metal Sampler 2014" ein wenig lieblos gestaltet. Auch musikalisch überzeugt mich das hier Gebotene, bis auf die genannten Ausnahmen, nur wenig. Alles in allem ist die Scheibe ein nettes Hilfsmittel für jeden, der sich einen Eindruck von der schwermetallischen Szene des Saarlands machen möchte. Nicht mehr und nicht weniger. (Matthias)

Bewertung: 5 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 68:11 min
Label: Micro Phonics
Veröffentlichungstermin: 14.06.2014

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