chaos leaving storm broken mirror-001Es gibt auf der Deutschlandkarte ein eher verschlafenes Fleckchen namens „Pfalz“ (oder „Palz“, wie es der Saarländer sagen würde), woher, bis auf die großartigen COLARIS meiner Meinung nach recht wenige nennenswerte Bands kommen. Jedoch gibt es hier, unter des Saarländers liebsten Nachbarn, auch noch ein paar junge Musiker aus der Nähe von Pirmasens und Kaiserslautern, die sich ganz dem modernen Metal mit Core-Einflüssen verschrieben haben. CHAOS LEAVING STORM ist zwar eine junge Band, wenn man die fünf Mitglieder betrachtet, wurde aber schon im Jahr 2007 gegründet und kann außer der aktuellen Platte „Broken Mirrors“ noch eine EP mit Namen „One Moment Of Silence“ aus dem Jahr 2010 vorweisen. Bemerkenswert ist außerdem die rege und aktive Spielfreudigkeit, bei der man sich seit 2009 schon die Bühne mit Größen wie MADBALL, CALIBAN und BORN FROM PAIN teilte.

Grund genug, sich mit dem  Album, welches im Jahr 2013 in Eigenproduktion erschienen ist zu beschäftigen. Das erste Lied „Our Nature“ zeigt nach einem kurzen Intro gleich schon die Marschrichtung: Hier geht es kompromisslos nach vorn, Metalcore in all seinen schönen musikalischen Facetten. Der Gesang von Sänger Jan ist eher Gegrowle, es lassen sich also auch ein paar Deathcore-Elemente erkennen. Jedoch liegt der Fokus eher auf einer Mischung zwischen Metalcore mit melodischen Death Metal-Elementen, was sich in abwechslungsreichen, metal-lastigen Riffs erkennen lässt. Als Abschluss gibt es im letzten Lied "Broken Mirrors" ein paar dezente cleane Parts, die das Ganze schön abrunden. Das Gitarrenspiel überzeugt total, auch der Mann hinter dem Schlagzeug versteht sein Handwerk - es wird alles geboten von Breakdowns über Blastbeats und Double Bass bis hin zu verfrickelten Gitarren-Einlagen, die aber nicht ansatzweise nerven.

CHAOS LEAVING STORM liefern hier ein starkes Album ab, welches weder nach Eigenproduktion noch nach einer recht jungen Band klingt. Sicherlich wurde hier das Metal-/Deathcore-Rad nicht neu erfunden, das muss es aber auch nicht. „Broken Mirrors“ ist ein sehr eingängiges Teil, was ich so in jüngster Vergangenheit von vielen größeren Bands ähnlicher Ausrichtung nicht mehr zu hören bekommen hab. Hier wird sich auf das Wesentliche dieser Musikrichtung konzentriert, ohne sich in unnötigen Details und Spielereien zu verlieren. Nach dem Hören ist daher auch absolut verständlich, warum sich die Jungs, in denen sehr viel Potenzial steckt, schon sooft unter den größeren und bekannteren Bands beweisen durften. Weiter so! (Katharina)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 31:45 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 2013

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