EmergencyGate InfectedMittlerweile haben sich EMERGENCY GATE als beachtliche Größe des deutschen Modern Metal etablieren können. Mit „Infected" landet ihr bereits fünftes Studioalbum der Münchner in den Plattenläden und das Cover verspricht eine Menge Zerstörung. Es scheint, als hätten die Jungs die Dancefloor-Sounds der 90er-Jahre neu für sich entdeckt, denn in nahezu jedem Song klingen sie in irgendeiner Art und Weise durch.

Der Opener „Sons Of The Second" knüppelt zu Beginn ordentlich und es ist einer der wenigen Songs, in denen das Keyboard keineswegs störend wirkt. Bei „Going Under" waren sie sich wohl nicht ganzer sicher, ob das Ganze nun eine Rock- oder Metalnummer werden sollte und der Song klingt mir einfach viel zu cheesy.
„Revelation" erzeugt mit schönem Riffing und starker Drumlinie einen guten Drive, bei dem man gar keine andere Wahl hat, als mitzuwippen.
In „Your Last Smile" gefällt mir das Anfangs-Riff sehr, die Keys sind meiner Ansicht nach etwas unpassend.

„Crushing Down" beginnt wirklich bärenstark, verliert aber im weiteren Verlauf an Kraft, wobei die Doublebass immer wieder zum Einsatz kommt und „We Wanna Party" ist für mich wirklich deplatziert und lahm, der Text ist klischeehaft und auch der Sprechgesang überzeugt nicht.
Die Melodie zu beginn von „The Beginning" passt irgendwie nicht zum sonst recht soliden Rest des Songs und das Schlussstück „Peace Of Mind" drückt noch einmal gehörig auf die Tränendrüse.

Alles in allem ist „Infected" für mich okay, mehr aber auch nicht. Das Spiel mit den Dancefloor-Sounds deutet zwar ein großes Maß an Experimentierfreudigkeit hin, ist meiner Ansicht nach aber nicht wirklich gelungen, sondern in den meisten Nummern eher nervig. Auch haben EMERGENCY GATE hier insgesamt einen Sound geschaffen, der für mich an der einen oder anderen Stelle etwas zu poppig rüber kommt. (Mareike)

Bewertung: 4 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 39:04 min
Label: Fastball Music
Veröffentlichungstermin: 26.09.2014

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