crazylixx crazylixxEs kommt wie gestern vor, als mir das zweite Album dieser damals noch recht unbekannten Band vorlag. Natürlich ist diese Aussage zu relativieren. Damals, das sind gerade einmal viereinhalb Jahre und dennoch hat die Truppe aus Schweden seit dieser Zeit einen enormen Karriereschub erhalten. Danach sah es vor zwei Jahren erst gar nicht aus, nachdem ein Großteil der Combo das Handtuch warf und Sänger Danny Rexon förmlich alleine dastand. Seine damalige Antwort, „Riot Avenue" konnte Zauderer jedoch eines besseren überzeugen, sodass man auch auf größeren Festivals zu sehen war. Erneut im guten alten Zwei-Jahres-Rhythmus erscheint die neue Platte des Quintetts, diesmal schlicht selbstbetitelt.

Mit „Hell Raising Women" steigt die Truppe gewohnheitsmäßig stark ein. Schnell, melodisch und absolut eingängig. Wer jedoch nun erwartet, den weiteren Weg der Scheibe zu kennen, der irrt sich. Denn was während der folgenden zehn Stücke folgt ist nicht unbedingt typisch für die LIXX. Hatte man sich beim Vorgänger einem kompromisslosen Sleaze-Rock verschrieben – und bei den beiden Erstlingswerken den Schminktopf geleert – segelt man nun in (noch) melodischere Gefilde. Der Fuß wird vom Gaspedal genommen und alles in allem klingt man wie eine H.E.A.T. Variante.

Was bei ihren Landsmännern allerdings komplett organisch klingt, mutet hier bisweilen heterogen an. Bedingt liegt dies unter anderem auch dem Umstand, dass sich die Gruppe nicht gänzlich zu entscheiden weiß. Wäre dies lediglich bei unterschiedlichen Songs der Fall, so stellte dies kein Problem dar. Da man den Zwiespalt aber oftmals innerhalb der Stücke registriert wirkt einiges reichlich gezwungen. Nichtsdestotrotz beweist die Band, dass sie dieses für sie neu entdeckte Sub-Genre bedienen kann. Lieder wie „Outlaw" oder „All Looks, No Hooks" bestechen durch gekonnte Umsetzung und Hit-Faktor.

Dass man „Heroes Are Forever", ursprünglich vom Debütalbum, nochmals aufgenommen hat ist ehrlich gesagt reichlich unnötig. Warum dieser Song – so viel Subjektivität sei mir gegönnt- überhaupt die positive Resonanz erfährt ist mir bis heute unklar. CRAZY LIXX haben trotz ihres relativ kurzen Bestehens einiges an Material, welches eindeutig mehr zum Klassiker taugte als die gerade beschriebene Nummer.
Wie dem auch sei, die Combo hat eine erneute Metamorphose durchlaufen. So etwas muss wahrlich nicht schlecht sein, jedoch wäre es irgendwann angebracht sich für mehr als einer Platte einem Stil zu widmen, zumindest aber die Wechsel besser auszuarbeiten. Das Dargebotene ist wahrlich nicht von schlechten Eltern, dafür aber das schlechteste das die fünf bislang veröffentlicht haben. (David)

Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 48:46 min
Label: Frontiers Records
Veröffentlichungstermin: 07.11.2014

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