emilbulls sacrificetovenusWas erwartet man von einer Band, die seit mittlerweile 19 Jahren im Geschäft ist und ihr bereits achtes Album veröffentlicht? Wenn man einmal ehrlich ist, dann meistens wenig oder bestenfalls, dass man die oft bereits ausgelatschten Pfade weiterverfolgt und das neue Album genauso klingt wie seine Vorgänger. Dass es auch anders geht zeigen dieser Tage die Münchner EMIL BULLS, die mit „Sacrifice To Venus" Album Nummer 8 vorlegen und eben nicht wie so viele andere Gruppen, die ähnlich lange am Start sind, auf Nummer sicher gehen indem sie altbekannte Muster weiterhin verfolgen und damit zwar die Erwartungen der alteingesessenen Fans erfüllen, den neutralen Hörer jedoch zu Tode langweilen.

Nein, die Bayern verfolgen hier einen ganz anderen Weg, der dann doch den einen oder anderen Fan etwas überraschen dürfte. Beim starken Opener „The Grave" wiegt sich der Hörer noch in Sicherheit, klingt der Song doch typisch nach EMIL BULLS, doch spätestens bei „Pants Down", dem dritten Song auf „Sacrifice To Venus", wird klar, dass Christoph von Freydorf (Gesang), James Richardson (Bass), Andy Bock (Gitarre), Stephan Karl (Gitarre) und der neue Schlagzeuger Manu Lotter auf ihrer neuen Scheibe einen deutlich härteren Kurs als noch auf den Vorgängern fahren. So packt Sänger Christoph auf der neuen Scheibe verblüffend oft die Growls aus und auch der Hardcoreanteil ist auf „Sacrifice To Venus" um einiges höher ausgefallen als auf dem kommerziell extrem erfolgreichen Vorgänger „Oceanic".

Durch die Produktion von Dan Weller (ENTER SHIKARI, YOUNG GUNS, BURY TOMORROW) klingen die EMIL BULLS auf ihrem neuesten Werk um einiges aggressiver als sie es zuletzt taten. Als Anspieltipps sind besonders „The Grave", „Hearteater", „Pants Down", „The Age Of Revolution" sowie der Titelsong geeignet.

Fazit: Ob „Sacrifice To Venus" den Münchnern einen genauso großen Erfolg wie „Oceanic" beschert bleibt abzuwarten. Musikalisch weiß es jedoch absolut zu überzeugen und es ist der Band hoch anzurechnen, dass sie eben nicht den einfachsten Weg gegangen ist und einfach ein Album geschrieben hat, dass wie sein Vorgänger klingt. (Matthias)

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 53:20 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 08.08.2014

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dante29ebus Avatar
dante29ebu antwortete auf das Thema: #14483 3 Jahre 9 Monate her
Bin alt eingesessen und ich erwarte ganz genau das von EB was sie machen :) immer was neues und das immer unglaublich gut. 11 Jahre Fan, ich habe natürlich eine gefühlte stärkere Bindung zu dem alten Zeug weil es halt auch die Jugend war die man erlebte aber EB sind die einzige Band die bis heute auf jedem Album Songs bringen die alles alte vergessen lassen :) Würden EB auch nur ein mal auf NR sicher gehen wären es nicht mehr Bulls und sie haben viel viel mehr annerkennung verdient (Meiner Meinung nach weltweit) !

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