astraldoors notesfromtheshadowsBei einer Band, die inzwischen bereits ihr siebtes Studioalbum binnen elf Jahren veröffentlicht, die zudem allesamt in eine ähnliche musikalische Richtung tendieren, ist es gar nicht so einfach eine Einordnung vorzunehmen. Wenn man böse ist, kann man sagen, dass die schwedische Band mit dem anfangs als Wundersänger gehandelten Nils Patrik Johansson bereits mit den ersten beiden Alben „Of The Son And The Father" (2003) und „Evil Is Forever" (2005) ihr Pulver verschossen hatte, wenngleich auch in der Folgezeit „New Revelation" (2007) und „Requiem Of Time" (2010) für hohe Qualität standen, „Jerusalem" (2011) ging ehrlich gesagt sprichwörtlich an mir vorbei und das Drittwerk „Astralism" (2006) muss man nach wie vor als einen Schnellschuss mit miserablem Sound verbuchen.

Die ASTRAL DOORS, die im Kern nach wie vor aus Nils Patrik Johansson (Gesang), Joachim Nordlund (Gitarre) und Johan Lindstedt (Schlagzeug) bestehen, waren also schon immer eine fleißige Band, eben mit dem Makel, dass man nie aus dem Schatten der Vorbilder heraustreten konnte (siehe auch JORN), wie sollte das auch gehen, wenn diese RAINBOW, BLACK SABBATH (mit DIO), DEEP PURPLE oder WHITESNAKE heißen?

Habe ich 2010 in meinem Review zum Albumvorgänger „Requiem Of Time" davon gesprochen, dass sich die ASTRAL DOORS auf das „Ende einer Sackgasse entgegen bewegen", so besteht das grundsätzliche Problem dieser schwedischen Band auch vier Jahre später noch. Die ASTRAL DOORS sind einfach sehr leicht ausrechenbar, das ist auch auf dem aktuellen Studioalbum „Notes From The Shadows" ganz genauso. Gleich am Anfang gibt es mit „The Last Temptation Of Christ" und „Disciples Of The Dragon Lord" (so etwas wie der heimliche Titeltrack) zwei direkte, flotte Opener mit eingängigem Chorus, kurz vor Ende mit „In The Name Of Rock" die übliche Lobpreisung für Rock- und Metalmusik und dazwischen wechseln sich die üblichen Mid-Tempo Songs mit epischer gestalteten Nummern ab.

Im Grunde genommen also alles wie immer, wenn es dieses Mal nicht „Die Alone" und „Southern Conjuration" (vom Orgelintro „Hoodoo Ceremony" eingeleitet) gäbe, die beide sehr positiv herausstechen. „Die Alone" ist ein über neun Minuten langes, sich stetig steigerndes Epos, das von Anfang bis Ende spannend bleibt, wohingegen „Southern Conjuration" mit seinen nicht einmal vier Minuten genau das Gegenteil darstellt, das Stück ist aber einfach noch hymnischer und noch besser als der Rest.
Versuche ich die eingangs erwähnte Einordnung vorzunehmen, dann kommt schlussendlich das dabei raus, was typisch ist für die ASTRAL DOORS, 8 von 10 möglichen Punkten. (Maik)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 49:00 min
Label: Metalville
Veröffentlichungstermin: 29.08.2014

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