Deadlock TheReArrival160pxDEADLOCK mischen ihre Vergangenheit auf und servieren den Fans und natürlich sich selbst ein Album, welches bearbeitete Versionen alter Songs enthält. Anfang des Jahres startete die Band eine Umfrage unter ihren Facebook-Abonnenten, welchen DEADLOCK-Song sie denn gerne in einer "perfekten" Titelliste sehen wollen.
Herausgekommen ist eine Zusammenstellung, welche in etwa die Lieblingssongs der Fans darstellt. Diese wurden dann gekonnt auf den neuesten Stand der Technik gebracht bzw. neu eingespielt.

Alles alte Songs? Weit gefehlt!
DEADLOCK hat noch ein paar neue Songs in der Hinterhand, mit welchen sie sich von Gründungsmitglied und Schlagzeuger Tobias Graf verabschieden. Außerdem möchte die Band nach eigener Aussage den langjährigen Freunden bei Lifeforce Records noch etwas Gutes tun. Soweit so gut, wenn Napalm Records da mitmachen.
Das Album ist glücklicherweise nicht als typische Best-of angelegt und startet mit einem neuen Song Namens "An Ocean's Monument". Möglicherweise gibt dieser eine Richtung vor in welche sich die Band in Zukunft entwickeln möchte - also mehr Sabine, weniger Grunzkreisch-Gesang. Ich möchte nicht auf jeden einzelnen Song eingehen, denn die Fans der Band kennen diese ja zur Genüge. Es soll aber nicht unerwähnt blieben, dass die meisten kaum angerührt wurden. Hier und da wurde der Sound bei allen Instrumenten verbessert und die Lieder erfuhren eine - ich nenne es mal - Entschlackung. Auffallend ist meiner Meinung nach, dass Sängerin Sabine entweder durch den fehlenden Ballast in den Songs in den Vordergrund gerückt ist oder dominanter abgemischt wurde. In beiden Fällen tut es den Kompositionen gut. "Code Of Honour" wurde zusätzlich von Markus Bischoff der Band HEAVEN SHALL BURN am Gesang veredelt.

Eine zusätzliche Überraschung stellt die Neuauflage von "Awakened By Sirens" dar. Hier überrascht die Band mit einen Gospelpart, welcher zunächst etwas befremdlich wirkt, sich jedoch nach mehrmaligem Hören nicht mehr wegdenken lässt. Der Schluss in der ursprünglichen Version des Songs, wirkt nun eher fad.
Wie schon erwähnt, habe ich den Eindruck, und der wird durch das Foto in der Pressemappe auf dem die Sängerin alleine abgebildet ist verstärkt, dass hier in Zukunft mehr auf Sabine gesetzt wird. Der süßliche Gesang, den ich nach dem ersten Hördurchlauf abstoßend fand, rückt jetzt umso mehr in den Vordergrund und lässt sich nicht mehr wegdenken. Die poppigen Anleihen und Ohrwurm auslösenden Teile der Lieder lassen die Band erstmal alleine da stehen, denn ich kenne keine Band die so derbe Musik spielt und doch so poppig rüber kommt. All das ist Sängerin Sabine anzulasten. Frei nach dem Song der Band TRIO "Sabine, Sabine, Sabine". Ich will nicht unerwähnt lassen, dass es ein Doppelalbum geben wird, auf dessen zweiter CD Demomaterial zu finden ist, welches wahrscheinlich nur die Hardcorefans jubeln lässt.
"The Re-Arrival" gibt Neuankömmlingen einen vollkommenen Einblick in das bisherige Schaffen der Band seit dem Debütalbum "The Arrival" und bietet einen Ausblick auf die nächsten Jahre.

Es ist mir ein Rätsel, warum DEADLOCK nicht schon längst als die deutsche Antwort auf LACUNA COIL gehandelt werden und Höchstnoten in den Leserjahrespolls abräumen. Ich vermute die Mischung aus Deathcore und popähnlichem, klarem Gesang ist vielen dann doch zu stramm. Das ist eben die neue Marke auf der Härteskala in der dahindümplenden, ja siechenden deutschen Metalszene. (Andreas)

Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 68:28 min
Label: Lifeforce Records
Veröffentlichungstermin: 15.08.2014

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