animalsasleaders thejoyofmotionMit dem neuen Album von ANIMALS AS LEADERS habe ich mich zugegebenermaßen ziemlich schwer getan. Irgendwie habe ich da etwas anderes erwartet. „The Joy Of Motion“ ist zu Beginn doch etwas sperrig und zumindest ich habe meine Zeit gebraucht, bis ich mich endlich in das Album gefunden habe. Und beim häufigen Hören durfte ich mir dann von meinen Mitmenschen auch Fragen wie „Kriegst du dabei keine epileptischen Anfälle?“ stellen lassen.

Und nein, ich hatte nicht einen epileptischen Anfall beim Hören der Scheibe. Sicher, das Material mutet zu Beginn etwas hektisch und zusammengestückelt an, aber ziemlich bald bemerkt man, wie das alles zusammen hängt und kann auch die versteckten Melodiestrukturen erschließen. Zum entspannten Hören ist „The Joy Of Motion“ (klingt wie Fitnesstudiowerbung) nicht wirklich geeignet – zum Bangen aber irgendwie auch nicht. Dazu ist es dann doch zu progressiv, zu jazzig.

„The Joy Of Motion“ ist nicht unbedingt Musik für den reinen Musikkonsumenten, sondern  wird wohl eher Leute ansprechen, die selber auch ein Instrument spielen. Insbesondere die Basslinien sind mir persönlich oft zu prägnant und zu weit im Vordergrund. Man könnte fast schon meinen, es handele sich um ein Bassistensoloalbum. Naja, Bandgründer Tosin Abasi spielt ja auch Bass auf dem Album.

Richtig gut gefällt mir das Album dagegen, wenn es in Richtung von Jeff Loomis' Solokram driftet, wie z.B. bei „Tooth And Claw“ oder „Nephele“. Richtig angenehm wird es auch z.B. bei „Air Chrysalis“, das wirklich schöne Melodiebögen aufzuweisen hat, mir dann aber doch einen Ticken zu frickelig ist. Oder auch bei Songs wie „Crescent“, die schöne elektronische Elemente aufweisen können.

ANIMALS AS LEADERS bewegen sich auf einem schmalen Grad zwischen „frickeln um des Frickelns willens“ und Songdienlichkeit, kriegen in den meisten Fällen aber die Kurve. Ich finde es trotzdem anstrengend zu hören, wobei man jedoch klar die Klasse der Musiker erkennt. Es ist mir nur einfach ein Ticken zu jazzig. Und so glaube ich auch nicht, dass die Band im Metalmainstream großartig Fuß fassen kann, dazu ist die Musik der Band einfach zu speziell. (Anne)


Bewertung: 7 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 54:24 min
Label: Sumerian Records/Soulfood Music
Veröffentlichungstermin: 18.04.2014

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