nightranger highroadEs ist drei Jahre her, da überraschten die einstigen Melodic Rock Helden gleich zweierlei. Zum einen sollte ein neues Studio-Album folgen und zugleich gab man bekannt eine größere Europa-Tournee zu veranstalten. In beiden Fällen kann man rückblickend guten Gewissens vermelden, dass ein voller Erfolg zu Buche stand. Dieses Jahr hat man Europa zwar nicht mit Konzerten beehrt – das Frontiers Festival mal ausgenommen – aber dafür mit „High Road" eine neue Scheibe nachgeschoben, die die Fans befriedigen dürfte.

So ist bereits der Eröffnungstrack und Titelsong in Personalunion eine durchaus gelungene Komposition, die an den Vorgänger anknüpft oder es zumindest versucht. Denn – und damit nehme ich das vielleicht größte Manko der Platte vorweg- in Sachen Sound hat man sich für eine sehr polierte Variante entschieden. Hierdurch entsteht auch der wohl größte Unterschied zum direkten Vorgänger. Ganz gleich ob nun die härteren Nummern oder auch die ruhigeren Momente, es scheint immer etwas und sei es nur ein Quäntchen, zu fehlen. Dennoch hat es der geneigt Fan mitnichten mit Ausschussware zu tun, sondern erlebt die Combo trotz alledem in der Form ihrer besten Jahre.

So klingt „Only For You Only" unverkennbar nach den fünf Herren und wirkt teilweise wie ein möglicher zweiter Teil von „Sister Christian." Auch die zweite Ballade „Don't Live Here Anymore" entpuppt sich als gute Nummer, baut sich einem reißenden Strom gleich bis zum Finale hin auf und kann somit wohl jeden begeistern. Natürlich gibt es nicht nur die ruhigen Momente, die zu gefallen wissen.
Neben dem Titelsong hat man beispielsweise noch „Knock, Knock Never Stop" komponiert, das mit Sicherheit in der Live-Setlist auftauchen dürfte, verbreitet es doch automatisch gute Laune und ist ein NIGHT RANGER-Stück par excellence. Somit definitiv ein guter Neuling, der den Namen der Combo zu Recht trägt. Dennoch wäre ein gewisser zusätzlicher Druck in der Grundausrichtung wünschenswert gewesen. So ist es eben „nur" gut und verfügt nicht über die ganz große Klasse von „Somewhere In California" bei dem nahezu jede Nummer das Zeug zum Hit hatte. (David)

Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 54:45 min
Label: Frontiers Records
Veröffentlichungstermin: 06.06.2014

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