chelaseagrin ashestoashesIm Prinzip reicht ein Adjektiv aus, um die auf „Ashes To Ashes" enthaltene Musik zu beschreiben. Dieses Adjektiv lautet „brutal". Was CHELSEA GRIN auf ihrem dritten Album abliefern ist ein Hassbatzen par excellence. Fast könnte man zu dem Schluss kommen, dass läge an der Umgebung von Alex Koehler (Gesang), Jason Richardson (Leadgitarre und Programmierung), Jake Harmond (Rhythmusgitarre), Dan Jones (Rhythmusgitarre), David Flinn (Bass) und Pablo Viveros (Schlagzeug), kann man sich doch vorstellen, dass das Leben in Salt Lake City, der Welthauptstadt der Mormonen, für eine Deathcore Band alles andere als berauschend sein muss.

So stecken die 15 auf „Ashes To Ashes" enthaltenen Songs voller ungezügelter Aggression, Wut und blankem Hass. Fast fühlt man sich hier an „Iowa" von SLIPKNOT erinnert. Zu diesem Eindruck trägt auch der knallharte Sound bei, für den VOLUMES Gitarrist Diego Farias als Produzent verantwortlich zeichnet. Doch wo die Maskenmänner aus Des Moines mit „Iowa" ein Meisterwerk abgeliefert haben, da zeigen CHELSEA GRIN auf „Ashes To Ashes" ganz erhebliche Schwächen.

Klar die Gitarren sind hier richtig heftig und vor allem das Spiel von Jason Richardson muss man hier einmal deutlich hervorheben. Auch Schlagzeuger Viveros bearbeitet sein Instrument mit schier unglaublicher Präzision. Von daher kann man der Instrumentalfraktion keinen Vorwurf machen. Dennoch hat die Band einen erheblichen Schwachpunkt und dieser hört auf den Namen Alex Koehler. Natürlich erwartet niemand auf einem Deathcore Album engelsgleiche Gesänge, aber das infernalische Gebrüll von Koehler raubt einem bereits nach 3 Songs den letzten Nerv. Das Ganze 15 Songs lang ertragen zu müssen, ist bei weitem alles andere als ein Vergnügen. Über die Qualität seines Klargesangs hülle ich hier besser den Mantel des Schweigens.

Dies ist alleine schon deshalb schade, weil die Band mit ihren Texten ja durchaus etwas zu sagen hat. Nur, wie bitte soll die Botschaft beim Hörer ankommen, wenn man aufgrund der Stimme des Sängers so gut wie kein Wort versteht? Darum fällt es mir auch schwer bei „Ashes To Ashes" einen Anspieltipp zu nennen. Am besten gefällt mir persönlich jedoch „Pledge Allegiance".

Fazit: Jammerschade, denn eigentlich hätte „Ashes To Ashes" alle Zutaten zu einem wirklich hervorragenden Album gehabt. Sei es nun die gesunde Portion Härte, der wirklich gelungene Sound oder die instrumentalen Fähigkeiten der Musiker. Leider ist das Album mit 15 Songs um einiges zu lang ausgefallen. Durch das monotone Gebrüll des Sängers macht sich zudem nach allerspätestens 5 Songs gepflegte Langeweile breit. (Matthias)

Bewertung: 5 / 10

Anzahl der Songs: 15
Spielzeit: 57:51 min
Label: Razor & Tie
Veröffentlichungstermin: 08.07.2014

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