deep purple mijIch weiß es noch wie gestern, als ich meine ersten Schritte in Richtung DEEP PURPLE machte. Anfang der Achtziger, noch im einstelligen Alter, habe ich zum ersten Mal diesen „Krach" vorgespielt bekommen und war direkt davon angetan. Ian Gillans Stimme und Richie Blackmores Gitarrenlinien waren etwas für mich damals völlig Unbekanntes, was eine gewisse Faszination bei mir auslöste. Mit „24 Carat Purple" startete die Plattensammlung, ihr folgte unweigerlich die Top-Empfehlung „Made In Japan". Auch wenn ich mir unter einem Live-Album kaum was vorstellen konnte, wurde ich schnell in den Bann dieser denkwürdigen Darbietung gezogen. Nach nun 42 Jahren legt man dieses Meisterwerk nun wieder in den verschiedensten Ausführungen neu auf. Ich habe mir als besten Vergleich die Vinylversion zum Besprechen bestellt.

Remasterte Alben sind ja eigentlich so gar nicht mein Fall. Warum soll ich mir eine Platte von 1972 anhören, die nun mal mit der Technik der Siebziger aufgenommen und produziert wurde, im Soundgewand des dritten Jahrtausends? Viel Unterschied höre ich eh nicht, nur dass meine Vinylversion von damals erheblich mehr knackt und knistert, da das Doppelalbum einige Rotationen hinter sich hat. Die vorliegende Version ist nagelneu, ist aber nahezu identisch mit der Aufmachung des Originals. Die sieben Livetracks auf vier Seiten Vinyl sind auch originalbelassen aufgeteilt. Auch wenn man nicht gerade von Doom sprechen kann, so haben DEEP PURPLE doch den Jamsessiongedanken auch bei diesen Darbietungen im südostasiatischen Raum würdig vertreten, manche Interpretationen der Songs gehen bis zur oder sogar über die 10-Minuten-Grenze.

Trotz allem oder gerade deshalb verdient dieses Werk wirklich eine besondere Beachtung, die Liveversionen sind hier mitunter um einiges besser als die Studioversionen. Man bedenke, dass es die Band damals gerade mal vier Jahre gab, als sie schon am anderen Ende der Welt auf Tournee waren und vor einem Riesenpublikum gespielt haben. Die Mark-II-Besetzung Gillan-Glover-Lord-Blackmore-Paice war für mich eh die einzig wahre, wenn auch Coverdale seine Sache gut machte und die Alben mit ihm wahre Meilensteine sind.
Fans dieses historischen Werks sollten also eher zu den Special Editions mit dem Bonusmaterial greifen.

Folgende Versionen sind seit dem 16. Mai auf dem Markt:
Limited Edition Super-Deluxe Box Set, Limited Edition Super-Deluxe 9LP Box Set, 2CD Deluxe Edition, 1CD Remaster, 2LP, Blu-ray Audio, HD Audio, HD 2013 Remaster, HD 1972 Mix Remaster und eine 7" Record Store Day Single.
Bei dieser Auswahl wird für den ein oder anderen PURPLE-Fan bestimmt was dabei sein, und man kann sich diesen Klassiker mal wieder zu Gemüte führen und in der guten alten Zeit schwelgen. (Jochen)


Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 7
Spielzeit: 76:14 min
Label: Warner / Universal
Veröffentlichungstermin: 16.05.2014

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