21octayne intotheopen21OCTAYNE ist eine neue Band, allerdings bestehend aus bereits mehr oder weniger bekannten Mitgliedern. Hagen Grohe (THE JOE PERRY PROJECT), Marco Wriedt (AXXIS), Andrew Lauer (PAUL GILBERT) und Alex Landenburg (LUCA TURILLI'S RHAPSODY)  - den ein oder anderen Namen hat man mit Sicherheit schonmal gehört. Vermutlich aufgrund der vielseitigen anderweitigen Beschäftigungen der einzelnen Bandmitglieder hat es dann aber wohl gute 6 Jahre gedauert, bis endlich das erste Album das Licht der Welt erblickt.

Aber da ist es nun. Drei der vier Beteiligten kenne ich, einzig Sänger Hagen Grohe ist mir unbekannt. Und so ist er es auch, der mich am meisten überraschen kann. Was eine Stimme! Leicht rauchig, aber immer ein starkes Organ, paßt sie perfekt zur Musik der Band.

„Into The Open“ konnte mich bereits beim ersten Durchlauf überzeugen. Und das ist das große Plus dieser Scheibe: Alle Songs gehen sofort ins Ohr, viele Refrains kann man schon beim ersten Hören mitsingen, diese Scheibe macht einfach Spaß. „Into The Open“ klingt nach Stadionrock, diese Scheibe ist für die großen Bühnen geschrieben. Aber kein Hell ohne Dunkel und so ist das wohl auch das große Minus der Scheibe. Denn eigentlich fällt die Scheibe doch schon fast in die Kategorie „Partymucke“ (was jetzt ja auch nicht per se schlecht ist, Musik soll schließlich Spaß machen), aber mir fehlt da irgendwo der (musikalische) Tiefgang, und wirklich neu ist das, was man hier hört auch nicht.

Aber vielleicht mag ich gerade deshalb das Album so gern. Man muß ja nicht zwangsweise ständig das Rad neu erfinden. Oder vielleicht mag ich es auch deshalb, weil es mich unheimlich an BRYAN ADAMS erinnert. Und den mag ich auch (ja!). Im Vergleich zum Kanadier ist man dann aber doch wesentlich experimentierfreudiger, wie sich z.B. im treibenden „Don't Turn Away“ zeigt.

Mein Favorit ist jedoch „Dear Friend“, zu dem es auch ein Video gibt. Da gibt es neben sehr ruhigen Tönen auch schöne progressive Anklänge, zugleich geht es aber auch richtig heftig zu und man hat sogar ein paar Screams eingebaut. Schön. Das mag ich. Und viel vorwerfen kann ich dem Album außer den oben genannten Punkten sowieso nicht. Es gibt keinen schlechten Song auf „Into The Open“. Und wenn ich jetzt mal etwas empfehlen darf: Wer die Wahl hat, sollte sich für die Digipak-Version entscheiden, denn die kommt gleich mit drei Bonussongs („I Will Always Be Right There“ ist aber kein Cover des gleichnamigen Songs von BRYAN ADAMS), die allesamt hörenswert sind und man fragt sich schon, warum die nicht gleich auf der normalen Albumversion mit drauf sind.

Und ehrlich gesagt wäre mir das Album ohne diese drei Songs doch etwas arg kurz geraten (ha! Ein weiterer Kritikpunkt!). Nichtsdestotrotz ist „Into The Open“ ein sehr schönes Rockalbum ohne Ausfälle geworden, bei dem man auch mal hemmungslos mitsingen oder einfach nur mitnicken kann. Wer auf typischen Stadionrock mit modernen Anklängen steht, der sollte diese Scheibe bzw. diese Band einmal anchecken. (Anne)


Bewertung: 7,5 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 54:58 min
Label: AFM Records
Veröffentlichungstermin: 23.05.2014

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