adaytoremember commoncourtesyEs gibt solche Bands, da weiß man direkt, warum diese erfolgreicher sind als andere und trotzdem fragt man sich im gleichen Atemzug ist dieser Erfolg eigentlich verdient? A DAY TO REMEMBER aus den Staaten sind eine dieser Bands, die weltweit bereits diverse Chartplatzierungen erzielen konnten und es sich inzwischen leisten können, für ihre Konzerte mittelgroße Venues zu buchen. Die Musik der vor etwa zehn Jahren gegründeten Ami-Band ist mit ihrer Mischung aus BLINK 182, SUM 41 und RISE AGAINST quasi prädestiniert für ein junges Zielpublikum, das harte Musik hören will, ohne dass diese wirklich heavy ist.

Nicht ohne Grund kann man A DAY TO REMEMBER deshalb den Pop-Core Stempel aufdrücken und ganz genauso klingt dann auch das aktuelle Studioalben „Common Courtesy", das nach dreijähriger Zwangspause (Rechtsstreitigkeiten mit dem ehemaligen Label Victory Records) endlich erschienen ist. Die zahlreichen Fans der Band werden darauf sehnsüchtig gewartet haben und nachdem ich inzwischen etwas Abstand zu „Common Courtesy" bekommen habe, frage ich mich ernsthaft wie eingangs erwähnt, was an A DAY TO REMEMBER so besonders sein soll.

Mir ist bis jetzt selten eine Band untergekommen, die es geschafft hat einen Stil so zu perfektionieren und trotzdem so dermaßen belanglos und vorhersehbar zu klingen, wie es auf vorliegendem Album der Fall ist. Die Musik von A DAY TO REMEMBER lebt fast ausschließlich von dem ständigen Wechsel zwischen Laut und Leise, zwischen Gut und Böse, eben zwischen Pop und Punk/Core. „Common Courtesy" bietet auf dieser Basis gerade in seiner ersten Albumhälfte einige gute Songs („Right Back At It Again", „Sometimes You're The Hammer, Sometimes You're The Nail", „Best Of Me"), hat aber bereits in seiner regulären Version mindestens drei Ausfälle zu viel, und dann gibt es darüber hinaus auch noch ganze drei Bonustracks und so etwas wie einen Hidden Track nach dem offiziellen Albumabschluss „I Remember", die man allesamt ohne Umwege zum Mond schießen kann.

Keine Ahnung, ob A DAY TO REMEMBER mit „Common Courtesy" das längste Pop-Punk Album aller Zeiten abliefern wollten, es ist auf jeden Fall Fakt, dass man hier Schwachstellen ausgedehnt hat, anstelle sich auf seine Stärken zu fokussieren. Ich bin ganz sicher, dass A DAY TO REMEMBER nach der mehrjährigen Wartezeit ihre Anhänger mit „Common Courtesy" zufrieden stellen werden, das ändert aber nichts daran, dass vorliegende Veröffentlichung über weite Strecken langweilig ist; RISE AGAINST können ähnliches jedenfalls viel besser, intensiver und mit mehr Aussage. (Maik)

Bewertung: 5 / 10

Anzahl der Songs: 16
Spielzeit: 63:50 min
Label: Caroline International
Veröffentlichungstermin: 2211.2013

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