Bloody Hammers-CoverAch ja, den Namen BLOODY HAMMERS hatte ich noch im Ohr, denn es ist gerade mal ein Jahr seit dem Release der selbstbetitelten Debüt-Scheibe vergangen. Und diese ist in meinen Augen ja recht ordentlich geraten. Der Grund für das in der Folge recht flotte Songwriting bestand darin, dass die Band eigentlich keine Touraktivitäten zum Bewerben des Debüts geplant hatte und stattdessen gleich wieder im Proberaum an neuen Ideen arbeitete.
Das relativ gute Abschneiden des Erstwerks bei Kritikern und Fans kam zudem unverhofft und so verschob man die Live-Aktivitäten auf die Zeit nach Platte Zwo - und hierfür hat man mit Phil Anselmo (DOWN, ex-PANTERA) einen äusserst prominenten Fürsprecher gefunden, der die Band gar auf "sein" "Housecore Horror Film Fest" in Austin einlud - einem Ritterschlag gleich. Blutige..äh blühende Aussichten für BLOODY HAMMERS! Nun gilt es dies jedoch mit Qualität zu unterfüttern: Was also kann "Spritual Relics"?

Einiges! An der Grundstruktur hat sich bei den Südstaatlern nix geändert: Größtenteils beruft man sich nach wie vor auf Southern-Doom, die Horror-/Gothic-Elemente sind nach wie vor passend eingewoben und Mangas Vocals röhren uns nach wie vor die Ohrwurm-Melodien um die Lauscher. Der Unterschied zum Material des Erstwerks liegt in der verbesserten Kompakt- und Griffigkeit der Songs; BLOODY HAMMERS kommen auf "Spiritual Relics" ganz einfach ohne große Schnörkel flüssig auf den Punkt. "Color Me Blood Red", "Night Of The Long Knives", "At The Well Of Nazareth" oder der Opener "What´s Haunting You" bieten beispielsweise eingängiges Riffing, variable Tempi und eben das typische "Southern"-Feeling. Wirklich richtig gut!

Dazwischen darf es auch gerne mal ein wenig psychedelischer bzw. unheilvoller wie bei "The Transit Begins", "The Source" oder "Shiver" werden, allerdings absolut ohne dabei Gefahr zu laufen, in wirre Soundsphären oder gar Langeweile abzudriften, im Gegenteil! Auch diese Songs packen und entführen den Hörer in die mysteriöse Welten der blutigen Hämmer.

Halten wir also fest: Da sich auf "Spiritual Relics" keinerlei Mittelmaß eingeschlichen hat, sondern stattdessen 40 Minuten am oberen Level gekratzt wird, haben die BLOODY HAMMERS die Notenerhöhung meinerseits redlich verdient und sollten dies nun auch auf den Bühnen dieser Welt untermauern - denn ohne Live-Präsenz wird kaum eine Band richtig groß. Aber in dieser Hinsicht bin ich guter Dinge, da wird noch einiges auf uns zu kommen! (Brix)

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 39:46 min
Label: Soulseller Records / Soulfood
Veröffentlichungstermin: 04.10.2013

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015