tumulus_lovehatesmeBereits im August des letzten Jahres erschienen, kommt „Love Hates Me“, das erste Lebenszeichen der Westfalen-Band TUMULUS, bei uns schließlich noch zu Reviewehren. Verdient hat sich die vierköpfige Band aus der Dortmunder Gegend dieses Review allemal, denn nach mehreren Jahren, in denen man auf der Suche war nach dem richtigen Weg und dem passenden Line-Up, stehen TUMULUS jetzt an dem Punkt, an dem der Durchbruch greifbar nahe zu sein scheint.

Zwar bringen TUMULUS diese erste EP noch komplett in eigener Regie heraus, aber wenn sich die richtigen Leute mit ihren Ohren dem dritten Song dieser EP widmen („Free Fall“), dann sollte für das anstehende Full-Lenght-Debüt irgendwo ein Deal drin sein. „Free Fall“ ist von vorne bis hinten richtig gut inszeniert, man kann sowieso sagen, dass die Stärken der Band aus Witten ganz eindeutig im Songwriting liegen, das bereits sehr reif und ausgegoren klingt, insbesondere wenn man sich vor Augen führt, dass TUMULUS in keine der gängigen Rock & Metalsparten in Gänze reinpassen.

Das wiederum ist ein wenig problematisch, denn die Zeiten, in denen man mit Crossover oder New Metal offene Türen eingerannt hat, sind längst vorbei. TUMULUS sind zwar keine typischen Vertreter dieser Genres, weil die Musik dafür zu reif und trotz der latent vorhandenen Aggressionen zu ungefährlich klingt, sie liebäugeln aber gerne mit modernen Strukturen. Da TUMULUS mit Tika über eine Sängerin verfügen, die in allen vier Songs „singt“ und „growlt“ fallen einem als Bandvergleich ein Bastard aus den GUANO APES und den WALLS OF JERICHO ein.

Dabei ist auffällig, dass Tika beide Ausdrucksformen drauf hat, der normale Gesang will allerdings besser zur Musik passen als das Gebrüll. Die übrigen drei Songs dieser EP erreichen nicht ganz die Klasse von „Free Fall“, „Perverse Morailty“ und „Mindfuck“ fallen etwas brachialer aus und mit „Affliction“, dessen düsterer Beginn an DREAM THEATER’s „Train Of Thought“ erinnert, hat man das progressivste Stück direkt an den Anfang gesetzt.

TUMULUS machen mir mit dieser ihrer ersten EP Lust auf Nachschub in Form eines richtigen Studioalbums, viel mehr kann man von „Love Hates Me“ eigentlich nicht erwarten. (Maik)


Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 4
Spielzeit: 17:00 min
Label: Eigenproduktion
Veröffentlichungstermin: 2012
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