Night Ranger - 24 Strings & a DrummerNachdem NIGHT RANGER 2011 auf den „Rock The Nation" Konzerten zu sehen waren und zusätzlich dazu noch das aktuelle Album „Somewhere In California" erschienen ist, veröffentlichen die sympathischen Amerikaner nun ein Akustik-Live Album, welches gar nicht so uninteressant ist. Die Biographie von NIGHT RANGER hingegen wirkt zuerst etwas sperrig, von mehreren Line-Up Wechseln, über einige Soundtrackbeiträge bis hin zur Trennung 1989 und der Rückkehr in den späten 90ern, ist fast alles dabei. Die Band hatte in den 90ern das gleiche Problem, welches zu dem Zeitpunkt viele Hard-Rock Kapellen hatten. Unter anderem lies der Grunge Hard-Rock Bands mehr und mehr in den Hintergrund rücken, wodurch weniger Platz bzw. weniger Nachfrage für echten Hard-Rock vorhanden war. Bereits Ende der 80er erging es NIGHT RANGER ähnlich, als Bands wie POISON oder MÖTLEY CRÜE die Musikszene in den U.S.A. maßgeblich umstrukturierten und Glam-Rock allgegenwertig am Sunsetstrip war. Nach den verschiedensten Best Of und Live-Veröffentlichungen haben NIGHT RANGER aktuell wieder etwas Fuß gefasst und präsentieren sich auf „24 Strings and a Drummer" als starke Band, der auch die Akustikumsetzung gelingt.

Akustikalben bzw. Akustiklivealben von Hard-Rock Bands sind immer so eine Sache. Wenn z.B. ACDC ein solches Album veröffentlichen würden, wäre unter Umständen keine große Nachfrage da, da man  sich „Whole Lotta Rosie" nur schwer als funktionierende Akustikversion vorstellen kann. Zudem wäre es etwas merkwürdig Angus mit einer Akustikgitarre auf dem Boden kreisen zu sehen. Doch davon abgesehen ist ACDC natürlich nicht mit NIGHT RANGER zu vergleichen, schließlich haben diese so einige Balladen im Angebot, welche auf einem Akustikalben sehr gut zur Geltung kommen können. Genau das gelingt der Band auf dem Album durchgehend, songtechnisch geht es querbeet durch alle Hits. Die Umsetzung ist gut gelungen, so hinterlässt „Sister Christian" (der wohl größte Erfolg der Band, durch den Soundtrackbeitrag zum Film Boogie Nights) in der Akustikversion einen sehr guten Eindruck und verliert nichts an der Energie der Studioversion. FOREIGNER bekamen dies mit ihrem Hit „Juke Box Hero" in der Akustikversion letztes Jahr nicht so gut hin, NIGHT RANGER hingegen gelingt es sogar bei den rockigeren Nummern den nötigen Energielevel zu halten. Dadurch wird das Album einerseits nicht langweilig und zusätzlich baut jeder Song die Atmosphäre eines ruhigen Abends mit Livemusik im Wunschpub, samt Gerstenmalz weiter aus. Als Bonussong ist übrigens noch eine interessante Coverversion des Hits „Boys Of Summer" enthalten, der fast jedem bekannt sein dürfte.

Der Sound ist insgesamt sehr gut abgemischt und man merkt, dass es sich hier um ein professionelles Livealbum und nicht um einen Schuss aus der Hüfte handelt. So klingen beide Akustikgitarren sehr gut, der Chorgesang ist ebenfalls deutlich zu vernehmen und teilweise könnte man meinen, man sitzt neben der Band. Die Sitmme von Jack Blades lässt keine Schwächen erkennen und wirkt kein bisschen alt. 

Für Fans der Band sehr zu empfehlen, Neueinsteiger sollten sich zuvor eventuell eine Best-Of Scheibe zulegen oder hören sich die Songs eben doch erst mal in der gut umgesetzten Akustikform an. Ansonsten kann ich die Platte noch jedem ans Herzen legen, der eben auf Akustik oderLivealben steht. (Pascal)


Bewertung: - / -

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 65:56 min
Label: Frontiers Records
Veröffentlichungsdatum: 19.10.2012 

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