Mehrfach-Wertung der Redaktion Overkill_the_electric_ageZwei Jahre sind schon wieder ins Land geschritten seit OVERKILL mit ihrem ultrastarken Longplayer "Ironbound" ein fettes Ausrufezeichen setzten. Von einem Comebackalbum zu sprechen wäre schlichtweg falsch, denn die New Jersey-Thrasher waren nie weg von der Bildfläche. Auch wenn sie sich in den 90er Jahren etwas zu stark dem groovigen Element in ihrem Sound gewidmet haben, konnten sie doch immer auf ihre treue Fangemeinde (u.a. die "Skullkrushers Germany") vertrauen. Doch im allgemeinen Aufwind zahlreicher alter Thrash-Haudegen wurden auch OVERKILL angestachelt und legten mit ihrer letzten Scheibe mächtig vor. Jetzt versuchen sie mit "The Electric Age" nachzulegen.

Nach gelungenem Intro im Song selbst wird das Gaspedal direkt schon ordentlich durchgetreten. "Come And Get It" ist der perfekte Opener und tritt einem heftig in den Arsch! Aber in dem facettenreichen Song sind auch an ACCEPT erinnernde Chöre zu hören, welche zwar ein Novum im OVERKILL-Sound sind, sich aber gut ins Gesamtkonzept einfügen. Weitere Arschtreter sind unter anderem "Electric Rattlesnake" oder "21st Century Man". Aber auch groovigere Nummern wie "Black Daze" oder welche mit dezentem Rock´n´Roll-Vibe wie z.B. "Save Yourself" wissen zu gefallen. Letzterer hat einige sehr geile Gitarrenleads und coole Gangshout-Parts.

Ein weiteres Highlight ist das mit einem hymnenhaften Zwischenteil gesegnete "Drop The Hammer", welches alle Facetten von OVERKILL abdeckt. Von rasanten Gitarrenriffs, knüppelndem Drumming, einem mitsingbaren Chorus und einem eher stampfenden Part ist alles dabei. Beim Eröffnungsriff von "Old Wounds, New Scars" musste ich direkt an eine schnellere Version vom Introriff von HEATHEN´s "Set Me Free" denken. Im Original stammt der Song ja von THE SWEET. Aber auch wenn sich die Ostküsten-Thrasher da bedient haben, macht der Song ziemlich Spaß. Einen würdigen Abschluss findet die Platte mit dem von harmonischen Akustikgitarren eingeleiteten Track "Good Night", welcher sich nach dem ruhigen Anfang in eine Abrissbirne allererster Güte verwandelt.

"The Electric Age" ist ein rundum gelungenes Langeisen. Der Sound ist schön druckvoll, so dass die Riffs und besonders D.D. Vernie´s cooles Bassspiel gut zur Geltung kommen. Bobby "Blitz" Ellsworth ist stimmlich immer noch in Topform, schreit sich die Seele wie in den Anfangstagen aus dem Leib, überzeugt aber auch mit "richtigen" Gesangspassagen. Die Songs treffen fast alle direkt ins Schwarze und machen Bock drauf, sie live zu hören. Auf der im Herbst kommenden Killfest-Tour wird man sicherlich einige neue Stücke in der Setlist finden. Jedenfalls braucht sich das aktuelle Werk keinesfalls vor dem superben Vorgänger "Ironbound" zu verstecken. Die Marschrichtung ist die gleiche - OVERKILL würzen ihren Thrash mit einem teilweise leicht rockigen Groove sowie klassischen Heavy Metal-Anleihen und beweisen damit, dass sie zu den stärksten Vertretern ihres Genres zählen. (Kevin)

Bewertung: 9 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 50:27 min
Label: Nuclear Blast
Veröffentlichungstermin: 30.03.2012

Wertung der Redaktion
Jochen Bernie Simon Maik Anne Rainer Seb
8
8 8,5 8
8
8 8
Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015