swallow_the_sun-emerald_forestSeit ich SWALLOW THE SUN 2007 mit ihrem Drittwerk "Hope" kennenlernen durfte, ist für mich ein neuer Stern am Doom-/Death-Himmel aufgegangen. Und von diesem Zeitpunkt an haben mich die Finnen nicht nur auch von der Bühne aus überzeugt, sondern konnten sich auch auf Konserve stetig steigern und strichen nicht nur in ihrer Heimat zwangsläufig weitere Erfolge ein.

Klar, dass da die Ankündigung einer neuen Scheibe gleich für große Vorfreude bei mir sorgte. Also: Ein Fläschen "Roter Trauertropfen" entkorkt und für eine Stunde in den Smaragdwald eingetaucht - ein Trip, den ich nicht mehr so schnell vergessen sollte...

In "Emerald Forest And The Blackbird" finden wir eine in sich geschlossene Welt, die uns turbulente Achterbahnfahrten der Gefühle beschert, die von Wut über Trauer bis zu Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit reichen. So weit, so gut und so gewohnt von STS.
Der Unterschied zu den Vorgängern besteht hauptsächlich in der Variantenreichheit der Kompositionen, der Konsequenz der verwendeten Stilarten und ganz einfach der Reife, mit der die Finnen mittlerweile zu Werke gehen.

Nahezu durchweg akustisch gehaltene Songs wie "This Cut Is The Deepest" oder das mit Annette Olzon (NIGHTWISH) versüsste "Cathedral Walls" wären vor Jahren in dieser Art und Weise sicherlich undenkbar gewesen. Vor allem, mit welcher Sicherheit und Gefühl Sänger Mikko Kotamäki die sauberen Passagen zum besten gibt, ist beeindruckend.
Im Gegensatz hierzu kann es aber auch durchaus ruppig zur Sache gehen: Dem Songtitel entsprechend sind "Hate, Lead The Way" mit genialem, schwarzmetallischem Riffing, sowie "Of Death And Corruption" mit majestätischen Keyboars garniert die Triebfedern von "Emerald Forest And The Blackbird".

Und auch auf die standesgemässen Doom-Batzen muss kein STS-Fan verzichten: Der zehnminütige Titeltrack, der absolut geniale Kopfkino-Song "Labyrinth Of London", sowie die BLACK SABBATH/TYPE O NEGATIVE-Verneigung "April 14th" sind meines Erachtens das Beste, was man in diesen Tagen auf dem düster-schwergewichtigen Markt hören kann - da verzeiht man auch einen unscheinbaren Titel wie "Hearts Wide Shut" ohne weiteres. Aber sonst wäre es mir auch so richtig unheimlich mit diesen Finnen geworden...

Mikko Karmila übrigens, der auch bereits für weitere namhafte, finnische Bands wie AMORPHIS, NIGHTWISH oder CHILDREN OF BODOM arbeitete, nahm sich in den Drumforest Studios die neuen zehn Trauerklöße vor und sorgte für das passendste Soundgewand.

So kann ich SWALLOW THE SUN nur zu diesem Meisterwerk gratulieren und erhoffe mir in Bälde eine richtig schöne Tour durch die Republik - diese Songs müssen auch live zelebriert werden! (Brix)

Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 66:51 min
Label: Spinefarm Records / Universal
Veröffentlichungstermin: 03.02.2012

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