Symphony X - IconoclastSYMPHONY X nochmal extra vorstellen zu müssen, dürfte reichlich unnötig sein. Als "DREAM THEATER mit Eiern" gerne - wenn auch lustig - verniedlicht, standen die Amis lange Zeit im Schatten der größeren Prog-Bands, konnten sich aber mit jedem neuen Album weiter in die vorderen Reihen spielen, wobei sich die Handschrift der Band durch ihren eigenen Mix aus Härte und Neoklassik immer etwas von der Konkurrenz unterschied. Mehr als drei Jahre nach dem überragenden "Paradise Lost" gibt es nun endlich wieder neues Futter von Michael Romeo und Co: "Iconoclast" (grobe Bedeutung auf wikipedia) lautet der drastische Titel des neuen Werks, bei dem sich jeder fragen wird, ob es der Band gelungen ist, die bisherige steile Entwicklung fortzuführen.

"Iconoclast" ist tatsächlich die gelungene Weiterentwicklung des Vorgängers "Paradise Lost". Unter einer druckvollen und großartigen Produktion treiben SYMPHONY X den Sound noch ein Stück weiter ins Moderne, nutzen schwerfälligen Groove mit teilweise stärker elektronischen Sounds von Keyboarder Michael Pinella, ohne jedoch die rasenden und klassischen Wurzeln der Band zu arg zu beschneiden.

Schon gleich der überlange Opener und Titeltrack ist ein völliger Rausch an verschachtelten Riffs und Melodien, ohne sich in sinnlosem Gefrickel zu verlieren. Generell ist die Vielseitigkeit erneut ein hervorstechendes Merkmal von "Iconoclast": Ob straight-forward bei dem schon von der "Power Of Metal"-Tour vorgestellten "End Of Innocence", schwerer Groove bei dem ebenfalls schon live präsentierten "Dehumanize", rasend schnell bei "Bastards Of The Machine" oder völlig vertrackt bei "Prometheus (I Am Alive)" - alles musikalisch zusammengehalten von der wahnwitzigen Gitarrenarbeit Michael Romeos und einer erneut perfekten Gesangsleistung von Russell Allen.

Jeder verdammte Song dieser Scheibe ist ein Anspieltipp und unverkennbar SYMPHONY X - eine Blaupause für die perfekte Mischung aus deftigem Arschtritt und progressivem, musikalischen Anspruch. Die Amis definieren sich nicht neu, durchleben aber erneut eine Weiterentwicklung, bei der man sich fragt, wo um Himmels Willen das noch hinführen wird. Alles in mir schreit danach, gleich 10 Punkte zu vergeben. Mit zittrigen Fingern schreibe ich dennoch nur 9,5 hin, da ich befürchte, dass mir die Höchstnoten ausgehen, wenn SYMPHONY X doch nochmal einen draufsetzen sollten. Auch wenn mir schleierhaft ist, wie das noch gehen soll. Pflichtkauf! (Mika)


Bewertung: 9,5 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 62:54 min
Label: Nuclear Blast
Veröffentlichungstermin: 17.06.2011

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