HAVOKWow, eine lupenreine Old-School Thrashmetal-Kappelle, die es schon...was, erst seit 2004 gibt? Dafür klingen ihre Songs aber alles andere als neu und modern, eher sehr traditionell und ursprünglich. Bestimmt kommen die Herren aus der Bay Area, muss ja, sonst hat man so was ja nicht im Blut. Denver, Colorado? Wie geht das?

Nun ja, HAVOK haben wohl all die Jahre schön in der Thrashmetal-Schule aufgepasst und regelmäßig ihre Hausaufgaben gemacht. Die Reifeprüfung haben sie schon mittels des Vorgängers „Burn" mit Bravour bestanden, somit war der aktuelle Nachfolger „Time Is Up" ein Kinderspiel für die strebsamen Amis.

Coverartwork – Bandlogo – sogar das Aussehen des Vierers, alles schließt direkt auf die Achtziger Glanzzeiten des traditionellen Thrash Metals. Die Mucke steht dem in nichts nach. Hier ist nichts gekünstelt, nichts plakativ oder aufgesetzt, einfach nur feinster Thrash der ersten Stunde. Sänger und Gitarrist David Sanchez weiß nicht nur, mit einer perfekten Thrash Metal-Stimme zu überzeugen, sondern bedient auch sensationell gut die Leadgitarre.

Die Rhythmusfraktion lässt jeden Thrashkritiker mit offenem Mund da stehen, die Produktion ist sehr an den Originalsound angelehnt, aber dennoch druckvoll und kräftig. Manche Alben hätten damals mit einem solchen Sound wohl mehr Beachtung erhalten.

Nackenbrecher wie „No Amnesty" oder „Scumbag In Disguise" rappeln einem die Wirbelsäule entlang und erinnern genüsslich an Vorbilder wie NUCLEAR ASSAULT, OVER KILL oder die alten EXODUS.

Hoffentlich wussten die Zuschauer der vergangenen Tour mit MALEVOLENT CREATION zu schätzen, dass es nicht nur im Death Metal treue Weggefährten sowohl bei Bands als auch Fans gibt.

In „Time Is Up" steckt sehr viel Herzblut und eine Menge Tribut an diese respektable Musikform. An diesem Album kommt kein hartgesottener Thrasher vorbei. Ein herrlich erfrischend altbackenes Album. (Jochen)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 42:04 min
Label: Candlelight Records
Veröffentlichungstermin: 28.03.2011

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