Evergrey - GloriouscollisionZeit für Wiedergutmachung ist im Hause EVERGREY angesagt, nachdem die beiden letzten Studioalben „Torn“ (zu schlechte Songs) und „Monday Morning Apocalypse“ (zu modern produziert) bei den Fans nicht uneingeschränkt auf Gegenliebe gestoßen sind. Die Voraussetzungen hierfür sind denkbar ungünstig, denn bis auf Keyboarder Rikard Zander hat Mastermind Tom S. Englund „seine“ komplette Band ausgetauscht, nicht mehr dabei sind sein langjähriger Weggefährte Henrik Danhage, der Wunderknabe am Schlagzeug Jonas Ekdahl sowie der ehemalige STRATOVARIUS Tieftöner Jari Kainulainen. Auf der anderen Seite heißt es so schön, „neue Besen kehren gut“, wollen wir also einmal kritisch prüfen, wie rein und sauber „Glorious Collision“ geworden ist.

Der Anfang von „Glorious Collision“ ist auf jeden Fall geglückt, denn mit „Leave It All Behind“ und der ersten Single „Wrong“ hauen die Schweden zwei Songs raus, bei denen jedem EVERGREY Anhänger das Wasser im Munde zusammenlaufen wird. Weitere herausragende Songs sind in der Folge „The Phantom Letters“ und der Schlussdoppelpack „I'm Drowning Alone“ und „...And The Distance“, wohingegen Nummern wie „Restoring The Loss“ oder „To Fit The Mold“ etwas länger brauchen, bis sie zünden. Somit befinden sich EVERGREY auf einem sehr guten Wege, um mit dem nächsten oder übernächsten Album an den Bandklassiker „In Search Of Truth“ anknüpfen zu können.

Alles Gold ist es aber auch auf dem inzwischen achten EVERGREY Album, in 13 Jahren eine sehr ordentliche Quote, nicht. Unter den 13 Songs sind schon ein bis zwei, vielleicht auch zwei bis drei Lückenfüller zu finden, und dass man die Trumpfkarte Carina Englund nur im Bonustrack der Digipack Version von „Glorious Collision“ voll ausspielt, ist unverständlich, sind doch die eindringlichen Vocals von Miss Englund immer eine Bereicherung.

Trotzdem überwiegt bei mir die Freude über ein starkes Album, das sich prima in die bisherige Diskografie einreiht und für den geneigten Fan alles bietet, wofür EVERGREY seit ihrem Debüt „The Dark Discovery“ stehen und standen. (Maik)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 13
Spielzeit: 61:40 min
Label: Steamhammer/SPV
Veröffentlichungstermin: 25.02.2011

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