prettymaids_pandemonium.jpgSeien wir gleich zu Beginn mal ganz ehrlich. Nach dem durchwachsenen Dreier „Carpe Diem“, „Planet Panic“ und „Wake Up To The Real World“, mit denen die dänischen Veteranen zwischen 2000 und 2006 ins neue Jahrtausend gestartet sind, musste man die PRETTY MAIDS wohl oder übel zum „alten Eisen“ zählen, zumal sich die Herren in den letzten paar Jahren fast komplett zurückgezogen hatten. Dementsprechend niedrig waren im Vorfeld meine Erwartungen an „Pandemonium“, das inzwischen elfte Studioalbum, aber wie das so oft ist, kommt alles ganz anders und dementsprechend groß ist nun meine Freude!

Wenn man nach vier Jahren Auszeit schon von einem Comeback sprechen kann, dann ist „Pandemonium“ eines nach Maß. Bereits der heftige Opener und gleichzeitig titelgebende Song, bei dem man gleich mal Bekanntschaft mit dem neuen Mann an den Tasten – Morten Sandager (Ex-MERCENARY) – machen kann, macht mächtig Laune...und das ist erst der Anfang! „I.N.V.U.“ (ja ich weiß, was für eine bescheuerte Schreibweise) kommt im Vergleich zum Eröffnungstrack noch eine Spur melodischer daher und das umgehend folgende „Little Drops Of Heaven“ wurde nicht zu Unrecht als erste Single ausgekoppelt. Dieses Teilchen kriegt man einfach nicht mehr aus seinen Gehörgängen, versucht es gar nicht.

Nach so viel Melodie wird es anschließend wieder Zeit für etwas mehr Power und die liefern uns die „hübschen Mädels“ mit „One World One Truth“ und „Cielo Drive“ (HAMMER!), dazwischen aufgelockert vom epischen „Final Day Of Innocence“. Gerade diese ersten sechs Songs sind allesamt bärenstark und lassen komplett vergessen, was für Ausfälle auf „Planet Panic“ oder „Wake Up To The Real World“ zu finden waren.

Dass die übrigen vier Songs nach „Cielo Drive“ dieses Niveau nicht mehr ganz halten können, ist dann nicht mehr wirklich tragisch und nur ein zu vernachlässigender Schönheitsmakel an „Pandemonium“. Vor allem das arg poppige „Breathless“ will bei mir nicht zünden, dafür kann man mit dem abschließenden längeren Remix von „It Comes At Night“ noch mal punkten. Wie auch immer, die Songs auf „Pandemonium“ klingen so frisch, als wären Ken Hammer und Ronnie Atkins in einen Jungbrunnen gefallen und dass die PRETTY MAIDS wieder Feuer geleckt haben, untermauert die Tatsache, dass es auf „Pandemonium“ keine der typischen Balladen gibt. Wie das bei „alten Herren“ so ist, weiß man nie, was noch kommen mag. Sollte „Pandemonium" das letzte MAIDS Album sein, dann wäre es ein würdiger Abschluss! (Maik)


Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 50:07 min
Label: Frontiers Records
Veröffentlichungstermin: 14.05.2010 
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