doro_fight.jpgUnd weiter geht es mit den Neuauflagen aus dem Hause SPV. Nach deren wieder erstarken nach der Insolvenz können sich die Fans auf viele Re-Releases von Acts wie SODOM, MOLLY HATCHET, etc. freuen, viele davon im LP-Format! Von DORO haben wir euch diese Woche schon die Wiederveröffentlichung von „Calling The Wild“ vorgestellt, nun folgt mit „Fight“ der zweite Streich! Dieses Werk wurde ursprünglich 2002 veröffentlicht und manifestierte die auf „Calling The Wild“ begonnene Rückkehr zu klassischem Rock und Metal.

Und der fällt zu Beginn noch etwas härter aus als auf dem Vorgänger, der Titelsong groovt ziemlich ruppig nach vorne und fällt ansatzweise modern aus. Dieser wurde damals als Einmarschhymne für DOROs Freundin Regina Halmich, der früheren Profiboxerin geschrieben. Danach geht es leicht punkig mit dem treibenden „Always Live To Win“ weiter, beide Titel finden sich auch heute noch oft im Live-Set der Düsseldorferin wieder.

Ungewöhnlich düster ist „Descent“ ausgefallen, das mit einem Gothic-Toch daher kommt. Passend zur schwermütigen Stimmung liefert hier Pete Steele von TYPE O NEGATIVE ein paar Vocals dazu, die wirklich gut rein passen. Auch auf „Salvaja“, das mit einem spanisch gesungenen Chorus aufwartet rockt es ordentlich nach vorne.
Dann schleicht sich wieder der Balladengeist ein, der DORO-Alben in der zweiten Hälfte immer etwas zu seicht werden lässt. „Undying“ macht den Anfang, direkt gefolgt vom mit Streichern unterlegten „Legends Never Die“. „Wild At Heart“ ist eine vom Piano getragene Power-Ballade und das deutsche „Hoffnung“ ein atmosphärisches Stück im Stile von „Fortuneteller“.

Was bei „Fight“ auffällt, ist das die Scheibe homogener wirkt als die vorangegangenen. Das liegt in erster Linie daran, dass sie von der bewährten Live-Band mit Bassist Nick Douglas, Gitarrist Joe Taylor und Drummer Johnny Dee sowie dem Keyboarder/Gitarristen Oliver Palotai eingespielt wurde. Diese Jungs begleiteten die Deutsche über 15 Jahre, erst in letzter Zeit gab es Besetzungswechsel, auch wenn sie im Studio nicht immer zum Zug kamen.
Der Titeltrack ist auch eine der wenigen reinen Bandkompositionen, bei der man nicht die Hilfe von Outside-Writern in Anspruch nahm. Produziert wurde dieses Mal auch alles in einem Studio von Chris Lietz, der sich ja auch für die Klassik-Arrangements verantwortlich zeichnete, die live oder auf „Classic Diamonds“ zu bewundern sind.
Natürlich gibt es wieder Gastauftritte wie Gitarrenspuren von dem später zeitweisen Axtmann Chirs Caffrey (SAVATAGE) oder auch von Jean Beauvoir (PLASMATICS, VOODOO X) sowie Russ Ballard beim von ihm mitkomponierten „Wild At Heart“. Auch Beauvoir steuerte Songideen bei, wie auch erneut Andy Bruhn und Gary Scruggs, während „Legends Never Die“ gar von KISS-Kopf Gene Simmons stammt. Dennoch klingt „Fight“ wie ein einheitliches Werk.

Die Neuauflage wird mit ein paar Bonustracks garniert, angefangen bei der Akustikballade „Song For Me“. „Untouchable“ entspricht dann „Salvaje“ mit englischen Chorus, während „Tourjour Pour Gasner“ eine Version von „Always Live To Win“ mit französischem Refrain ist.
Eine weitere Version des Liedes folgt mit der akustischen Live-Bearbeitung, der auch der JUDAS PRIEST-Evergreen „Breaking The Law“ unterzogen wurde. Wie auch bei den akustischen Alternativen auf dem Re-Release von „Calling The Wild“ fehlt auch hier die Power eines Drumkits sowie Credits wo diese aufgenommen wurden. Abgerundet wird auch diese Veröffentlichung mit einer schicken Digi-Aufmachung und Liner Notes von DORO und Nick Douglas. (Pfälzer)

Bewertung: -/-

Anzahl der Songs: 17
Spielzeit: 67:42 min
Label: SPV
Veröffentlichungstermin: 22.01.2010

Submit to FacebookSubmit to Google PlusSubmit to Twitter
Anmelden

Neckbreaker präsentiert

Neckbreaker auf Facebook

nb recruiting 2015

nb forum 2015

nb gallery 2015