this_ending_-_dead_harvest.jpgFredrik Andersson, seines Zeichens Schlagwerker bei AMON AMARTH ist wohl der prominenteste Mann bei THIS ENDING. In diesem Nebenprojekt darf sich der Gute aber ein wenig mehr austoben als bei den mittlerweile tempo-gedrosselten Wikingern.
Denn diese Formation spielt modernen, melodischen Death Metal, ungefähr im Sinne alter SOILWORK mit ein wenig mehr industrieller und somit auch apokalyptischer Schlagseite.
Nach dem Debüt "Inside the Machine" , welches Kollege Bernie auch schon gut abgegangen ist,  steht nun mit "Dead Harvest" das Zweitwerk in den Startlöchern, welches allerdings eine kleine Kurskorrektur im Sound der Schweden vornimmt.

Denn gegenüber dem Erstling wurden die Samples und die Industrial-Elemente zurückgeschraubt und das Konzept "organischer" gehalten. Dennoch geriet der Gesamtsound absolut kalt und steril, was eine beklemmend-aggressive Stimmung zu erzeugen vermag.
Und stilistisch gibt man passend hierzu eine gute Kombination aus typisch (modernem) schwedischem Todesblei, knallenden Black Metal-Anleihen à la (neueren) IMMORTAL und Neo Thrash der Marke MESHUGGAH - klingt explosiv und interessant? Ist es auch! Hier werden die genannten Elemente bündig zu zehn Stangen Dynamit geschnürt, die jeden Moment explodieren können.

Ob die Black Metal-beeinflussten "Army of the dying Sun" oder "Machinery", der ungestüme Opener "Trace of Sin", oder der Video-Track "Parasites" (ein echter Hit übrigens!): THIS ENDING knallt in jedem Moment!
Auch wenn das Tempo wie im melodischen Rauswerfer "The Asylum" oder dem schleppenden Titelstück gedrosselt wird, füllen hervorragende Gitarren-Melodien die Aggressions-Lücken aus, und lassen "Dead Harvest" insgesamt wie aus einem Guß klingen.
Die Aufnahmen im Offbeat Studio zu Stockholm hätten nicht fetter geraten können und unterstreichen den ohnehin schon massiven Sound des Fünfers bestens. Man höre hierzu das Double Bass-Inferno bei "Tools of Demise", welches die Kauleiste auf halb acht sinken lässt! 

Ein kleiner Wermutstropfen ist der manchmal etwas ausdruckslose Gesang von Fronter Marten, der sich zwar Mühe gibt so variabel wie möglich zu klingen, aber nicht auf ganzer Strecke überzeugen kann. Ausserdem fällt der Song "Dellusionists" ein wenig ab. Aber dennoch ist hier ein bemerkenswertes Album entstanden, das Freunde modernen Metals sehr gut reingehen wird, garantiert! 

Ich würde THIS ENDING raten, so schnell wie möglich durch Europa zu kreuzen, um sich auch live einen guten Namen zu machen - zur Not mit einem anderen Live-Drummer, da Andersson wohl im Frühjahr und Sommer wieder zu Genüge mit seiner Hauptband unterwegs sein wird.

(Brix)

 

Bewertung: 8,0 / 10

Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 44:32 min
Label: Metal Blade/SPV
Veröffentlichungstermin: 30.01.2009

 

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