Mehrfach-Wertungnapalm_death_-_time_waits_for_no_slave.jpgGepflegte, sagenhafte 27 Jahre Bandgeschichte! 15 veröffentlichte LPs! Einige Demos und Live – Alben. Jedes dieser Outputs ist genial und die Band blieb komplett bei ihrer Identität ohne langweilig zu werden. So etwas kann man keineswegs vielen Bands nachsagen, doch NAPALM DEATH haben es geschafft. Nach dem im Jahre 2006 erschienenen Album „Smear Campaign“ folgt nun endlich der 16. Streich der Birminghamer Extremmetaller. Das gute Stück hört auf den Namen „Time waits for no slave“ und soll euch mal wieder ordentlich den Gehörgang frei blas(t)en. Wir in Deutschland dürfen uns sogar richtig freuen, denn wir sind mit dem 23. Januar ziemlich die Ersten, die das neue NAPALM DEATH Werk genießen dürfen.

Nach so vielen Jahren Aktivität ist es aber eigentlich schon klar, dass es bei den sympathischen Engländern schon genügend Besetzungswechsel gegeben hat. Im Grunde ist noch nicht einmal mehr ein einziges Gründungsmitglied an Bord. Aber seit nun langer Zeit hat sich das Line-Up auf Mark „Barney“ Greenway (vocals), Shane Embury (Bass), Mitch Harris (Gitarre) und Danny Herrera (Schlagzeug) festgefahren. Nach dem tragischen Tode Jesse Pintados blieb die Band mit nur einem Gitarristen am Ball.

Doch trotz der vielen Musikerwechsel hat sich die Band ihre eigene wahre Identität geschaffen. Als eine der ersten Extremmetalbands hat sich bis heute eine Musik entwickelt, zu der sich zum, anfänglich überwiegenden, Grindcore schließlich auch Deathmetal Elemente dazugesellt haben. Manche Platten waren einfach grindcore- und andere Scheiben deathmetallastiger. Auf dem letzten Output „Smear Campaign“ wurde eine gute Mischung zwischen den beiden Elementen gefunden.

Ziemlich nahtlos geht es im Jahre 2009 nun in „Time waits for no slave“ über. Dieses Album ist die komplette Konsequenz nach dem letzten Release. Genau so hätte man sich ein weiteres Scheibchen der Birminghamer vorgestellt. Auch hier wird uns wieder eine gelungene Mischung aus Grindcore Blastbeatorgien und den hämmernden, teilweise groovenden, Deathmetalparts beschert. Ob es nun wie bei dem Opener „Strong Arm“ oder dem darauf folgenden „Diktat“ gleich übel zur Sache geht, oder ob eine wahre „Groovemachine“ wie „Downbeat Clique“ auf die Hörer losgelassen wird. Es ist alles typisch NAPALM DEATH und typisch für die Jungs verdammt genial! Nach wie vor handelt es sich auch nicht um stupiden Goregrind, sondern die Birminghamer machen sich absolut Gedanken um ihre Songs. So erstrahlen ihre Alben seit jeher in einem wunderbaren sozialkritischen Glanz.

Während andere Bands auf ihren Scheiben von Track zu Track an Qualität abnehmen, hauen die Engländer gnadenlos bis zum Schluss das Gaspedal durch. Selbst der letzte Song „De-evolution and nauseum“ knallt noch ordentlich in die Birne rein und gibt dem Hörer einfach das was er braucht.

Mit rund 50 Minuten an genialer Musik und 14 Tracks auf der Scheibe, kann man sich von dem Umfang der CD wieder einmal nicht beschweren. Bei diesen Jungs bekommt man einfach seit 27 Jahren etwas für sein Geld.

Fans von NAPALM DEATH werden diesen Silberling wohl schon längst vorbestellt haben oder sind sich des Releases bewusst und werden pünktlich am 23. Januar den CD-Laden ihres Vertrauens stürmen. Das zu Recht! Wer es nach 27 Jahren immer noch geschafft haben sollte, dass einem die Engländer als Grindcore- oder Deathmetal-Fan noch nicht begegnet sind, sollte schleunigst seine Schuhe anziehen, in den Laden laufen und sich erstmal einige Alben von NAPALM DEATH beifahren, denn hier kann man NICHTS falsch machen. Den Leuten die mit den Birminghamern noch nie was anfangen konnten brauche ich wohl kaum zu sagen, dass sie auch von „Time waits for no slave“ die Griffel lassen sollen, denn es sind und bleiben die sympathischen Grindcoreler! (Sebastian)

 

Bewertung: 8 / 10

Anzahl der Songs: 14
Spielzeit: 50:48 min
Label: Century Media
Veröffentlichungstermin: 23.01.2009

Wertung der Redaktion
Bernie Mika Holger Brix Metalpfälzer Maik David
8,0 6,5 7,0 8,0 7,5 7,5 7,5
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