sistersin_switchbladeserenades.jpgLange hat man sich gedulden müssen, doch jetzt endlich ist es soweit. Das 2. Album von SISTER SIN ist im Kasten und steht kurz vor der Veröffentlichung (das Debüt „Dance Of The Wicked“ erschien bereits 2003 beim Indielabel Sleaszy Rider Records). Ging „Dance Of The Wicked“ anno damals in der Masse der Veröffentlichungen unter, so konnte man sich in den letzten Jahren wenigstens durch fleißiges Touren bereits einen Namen in der Szene machen. U.a. teilte man die Bühne mit W.A.S.P., DORO und CRADLE OF FILTH. Und jeder, der die Band gesehen hat, wird bestätigen können, dass das schwedische Quartett live was drauf hat! Und nicht nur auf der Bühne geben SISTER SIN mit ihrem energetischen Mix aus Hardrock, Metal, Glam und Sleaze eine gute Figur ab, sondern auch auf „Switchblade Serenades“!


Erfinderisch wie Labels nun mal sind, hat man diesem Sound gleich einen neuen Namen verpasst: „Street Metal“. Das klingt jetzt nach Innovation, ist es aber nicht, denn SISTER SIN verbinden einfach die besten Elemente von Bands wie SKEW SISKIN, GIRLSCHOOL, WARLOCK, SINERGY, BENEDICTUM und einigen mehr, und dann kommt eben „Street Metal“ bei raus. Nicht besonders innovativ, auf eine charmante Art und Weise aber durchaus frisch.
Na, ist euch was aufgefallen? Das da oben waren jetzt alles Bands mit Frau am Mikro und das ist bei SISTER SIN nicht anders. Im Mittelpunkt des Quartetts steht Sängerin Liv und die ist in der Tat eine Sünde wert. Liv passt nicht nur optisch prächtig in die Band, sondern auch ihre Stimme passt perfekt zu dieser Art von Musik. Kraftvoll, dreckig und rau, dabei gleichzeitig melodiös; so muss es sein!

Aber eine gute Frontfrau allein macht noch keine gute Band und schon gar nicht ein gutes Album, doch auch da ist alles im grünen Bereich. Das Doppel Chris (Bass) und Dave (Drums) sorgt fast durchgehend für einen treibenden Rhythmus, auf dem sich Gitarrist Jimmy mit kraftvollen Riffs und einigen formidablen Soli austoben kann.   
Und die Songs können erst Recht überzeugen, „Switchblade Serenades“ ist ein Album ohne Durchhänger, alle 11 Songs sind Ohrwürmer, die sich sehr schnell im Ohrgang festsetzen und quasi zum Mitsingen und Mitgrölen einladen.
An sich eine gute Sache, kleiner Schönheitsfehler von „Switchblade Serenades“ ist es, dass so ein oder zwei Übernummern fehlen, die man herausheben könnte. Vom furiosen Uptempo-Opener „Beat The Streets“ bis zum kraftvollen Rausschmeißer „Eye To Eye“ kann an für sich jede Nummer das Highlight der Scheibe sein. Alle 11 Songs rocken gut nach vorne los, ab und zu bewegt man sich auch mal in mittleren Temporegionen, die Handbremse wird auf „Switchblade Serenades“ nie angezogen. Und darin liegt wohl oder übel der einzige Kritikpunkt am zweiten SISTER SIN Album. Abwechslung ist (noch) ein Fremdwort für die Skandinavier. Zwar sind wie bereits erwähnt alle Songs gelungen, im Laufe der Spielzeit stellt sich aber schon so etwas wie Gleichförmigkeit ein.
Da alle Songs für sich genommen kompakt auf den Punkt gebracht wurden und die Scheibe mit 45 Minuten auch nicht sonderlich lang ausgefallen ist, finde ich das nicht so tragisch, etwas mehr Abwechslung auf Album Nummer 3 würde ich aber definitiv begrüßen.

Ich könnte jetzt noch viel mehr über das Album loswerden, am Ergebnis würde sich doch nichts ändern. „Switchblade Serenades“ rockt und rollt, dass es eine wahre Freude ist. Frei nach dem Motto: „Bang Your Head And Be Happy“! (Maik)


Bewertung: 9 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 44:21 min
Label: Metal Heaven/Soulfood
Veröffentlichungstermin: 26.09.2008

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