leather iiWenn sich eine Band den Namen LEATHER geben würde, dann würde man normalerweise direkt wissen wohin die Reise gehen wird. Ähnlich verhält es sich hier, denn hinter LEATHER verbirgt sich in der Tat die CHASTAIN Sängerin Leather Leone und das kommt durchaus überraschend, denn ihre Glanzzeiten hatte die Sängerin bereits Mitte der 80er Jahre auf den ersten CHASTAIN Alben und auch ihr Solodebüt „Shock Waves“ reicht bis ins Jahr 1989 zurück.

Zwar war die Dame auch schon auf dem 2015er CHASTAIN Album „We Bleed Metal“ wieder zu hören und auch zwei Jahre zuvor auf dem „Surrender To No One“ Album, aber dieses Album hier mit ihrer Soloband (überwiegend aus Brasilien) wirkt wie ein Überraschungsschlag, 29 Jahre zwischen „Shock Waves“ und „II“ sind ja auch nicht mehr als ein Wimpernschlag in der Geschichte der Menschheit.

Das größte Kompliment kann man dann der Sängerin gleich zu Beginn dahingehend machen, dass sie auf diesem Album so singt, als hätten wir es mit einer Mitzwanzigerin zu tun, da ist nach wie vor in jeder Faser eine Leidenschaft für den klassischen Heavy Metal zu spüren. Der an JUDAS PRIEST zu „Painkiller“ Zeiten erinnernde Opener „Jugganaut“ haut einen echt direkt aus den Socken, so kann eine Platte gerne beginnen.

Als Hörer ist man auf jeden Fall direkt voll mit dabei bei der Sache. „The Outsider“ danach ist eher im Mid-Tempo gehalten, aber auch stark genug, um im Gedächtnis zu bleiben. Und damit kommen wir nun zu dem Teil, der nicht ganz so euphorisch geraten wird, denn bei aller Passion für den Heavy Metal muss man erkennen, dass auf „II“ nicht nur Bilderbuch-Songs gelandet sind. „Black Smoke“ und „The One“ kommen arg austauschbar daher, da kommt die düstere Power-Ballade „Annabelle“ gerade recht. In der zweiten Albumhälfte ist „American Woman“ noch am ehesten ein Highlight, „Sleep Deep“ sowie „Let Me Kneel“ hinterlassen auch einen etwas unspektakulären Eindruck.

Von daher ist „II“ nicht durchweg eine Empfehlung wert, das Album bietet andererseits aber wie beschrieben genügend gute Aspekte, so dass man auch nicht sagen kann, „II“ sei ein Fehler. Sagen wir es mal so, Fans von CHASTAIN und dem Gesang von Leather Leone, der hier, ich wiederhole mich gerne, ausgezeichnet ist, werden vermutlich ihre wahre Freude an diesem Werk haben. Legt man die Latte höher und schaut, was in Sachen Heavy Metal in letzter Zeit so rausgekommen ist, dann ist „II“ kaum mehr als solider Durchschnitt und damit eines dieser typischen 7er Alben. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20167,0 7 / 10

Anzahl der Songs: 11
Spielzeit: 47:00 min
Label: High Roller Records
Veröffentlichungstermin: 13.04.2018

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