bullet dusttogoldÜber die schwedische Band BULLET etwas negatives zu schreiben, ist fast unmöglich, denn der wilde Haufen um Sänger Hell Hofer und Gitarrist Hampus Klang hinterlässt seit 2001 auf maximal sympathische Art und Weise seine Spuren in der Heavy Metal Szene. Alleine schon die Story mit ihrem Bandbus, der es dieses Mal auch auf das Cover geschafft hat, ist legendär und die Band war und ist sich niemals zu schade, auch die kleinsten Clubs zu spielen.

Nach einem Wechsel von Nuclear Blast zu Steamhammer präsentieren uns die Schweden nun ab dem 20. April ihren neuesten Streich „Dust To Gold“ und sie klingen, wen wundert’s, immer noch ganz genauso wie einige Jahre zuvor bei „Full Pull“ (2012) und „Storm Of Blades“ (2014). Auf der anderen Seite habe ich dann aber durchaus den Eindruck, dass es der Band gut getan hat, sich in den vergangen Monaten und Jahren etwas zurückzuziehen und eine Aussage wie „wir haben so lange wie nie zuvor an den Songs gearbeitet“ glaubt man aufs Wort, nachdem man „Dust To Gold“ ein paar Mal gehört hat.

Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die bisherigen BULLET Alben so konsequent, so zielstrebig und so abwechslungsreich geklungen haben wie es der aktuelle Silberling tut. Wobei das Wörtchen „abwechslungsreich“ jetzt auch nicht überstrapaziert werden darf, wir reden schließlich von einer Band wie BULLET, die sich von einer artverwandten Band wie AIRBOURNE nur dadurch unterscheidet, dass sie etwas mehr klassische Heavy Metal Zitate verwendet. Diese kommen insbesondere am Anfang des Albums bei dem knackigen Doppel „Speed And Attack“ und „Ain’t Enough“ zum Zuge, deren rauer Charme etwas von MOTÖRHEAD hat. Etwas später haben dann Songs wie „Wildfire“ und „Screams In The Night“ einen höheren Hitfaktor, wobei erstgenannte Nummer dann doch arg heftig nach AIRBOURNE tönt.

Beim Titelstück trauen sich BULLET dann sogar für ihre Verhältnisse an so eine Art Mid-Tempo-Power-Ballade ran, der leicht bluesige Charakter von „Dust To Gold“ (gemeint ist der Song, nicht das komplette Album), steht der Band auch gut zu Gesicht, über eine gesamte Albumlänge möchte ich dann aber doch lieber Hymnen wie „Fuel The Fire“ haben. Man merkt schon, viel zu bemängeln habe ich bei diesem Album nicht, ich halte „Dust To Gold“ tatsächlich für das bis dato beste Album der Schweden. Man muss als Hörer halt dahingehend Abstriche machen, dass BULLET natürlich nicht in der gleichen Songwriting Liga spielen wie JUDAS PRIEST und die Vocals von Hell Hofer wirken inzwischen noch mehr als früher so, als würde er konstant das Maximum was geht aus sich rausholen. Aber das will ich jetzt auch gar nicht großartig kritisieren, macht es doch schließlich auch den Charme dieser Band aus. (Maik)

Bewertung: 

Maik 20168,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 12
Spielzeit: 39:00 min
Label: Steamhammer/SPV
Veröffentlichungstermin: 20.04.2018

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