deathwhite forablacktomorrowDEATHWHITE geben sich geheimnisvoll. So weiß niemand, wer genau zur Besetzung des Trios, welches auf Fotos nur in Gewändern, wie sie entweder Druiden oder gregorianische Mönche tragen, zu sehen ist, gehört. Das einzige, was über die Band bekannt ist, ist, dass sie aus Pittsburgh stammt.

Man könnte nun denken, dass die Musiker einen Mummenschanz veranstalten, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen oder weil es ihnen an musikalischen Fähigkeiten mangelt. Ein Vorgehen, das leider auch im Metal heutzutage gar nicht mehr so selten ist. Doch die bereits seit 2012 bestehenden DEATHWHITE, die mit „The Ethereal“ (2014) und „Solitary Martyr“ (2015) bisher zwei EPs veröffentlichten und mit dem am 23.02. erschienenen „For A Black Tomorrow“ nun ihr Debütalbum vorlegen, haben so ein Theater schlicht und ergreifend absolut nicht nötig.

Nein, die Gruppe vertritt einen mittlerweile recht selten gewordenen Standpunkt. DEATHWHITE wollen schlicht und ergreifend ihre Musik und nicht sich selbst in den Mittelpunkt stellen. Ein meiner Meinung nach äußerst löbliches Vorgehen. Noch dazu wo es auf „For A Black Tomorrow“ musikalisch so einiges zu entdecken gibt.

Zunächst fällt auf, dass DEATHWHITE nach allem klingen, nur nicht nach einer amerikanischen Band. Ihre Lieder erschaffen eine düstere, schwermütige Atmosphäre, wie man sie eher von finnischen beziehungsweise europäischen Gruppen kennt. Besonders die Mischung aus melodischem Klargesang und teils wirklich schönen, anders kann man das nicht bezeichnen, akustischen Melodien und harten Gitarren weiß zu gefallen. Die neun Stücke auf der Scheibe erinnern einen immer wieder an Bands wie AMORPHIS, PARADISE LOST, MY DYING BRIDE oder auch TIAMAT. Doch auch eine nicht dem Metal zuzuordnende Truppe aus dem englischen Basildon kommt mir bei Nummern wie zum Beispiel „Eden“ immer wieder in den Sinn. Diese hört auf den Namen DEPECHE MODE.

„For A Black Tomorrow“ ist mit Sicherheit kein Werk, das sich dem Hörer bereits beim ersten Anlauf erschließt, dafür ist es auch etwas zu ungewöhnlich, wer sich aber auf das Album einlässt, der wird recht schnell feststellen, dass der Aufwand sich absolut lohnt.

„For A Black Tomorrow“ ist das großartige Debüt einer Band, von der man, da bin ich mir sicher, in Zukunft noch viel hören wird. (Matthias)

Bewertung:

Matthias8,0 8 / 10

Anzahl der Songs: 9
Spielzeit: 43:26 min
Label: Season Of Mist
Veröffentlichungstermin: 23.02.2018

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