Heads ColliderDie Welt ist ein Dorf, und meistens spielt diese Szenerie im Saarland. Eben noch in Saarlouis gesehen verschlägt es einen nach Berlin, um sich dort musikalisch auszuleben, und das auch noch erfolgreich.
Mit eigenem Label, eigener Musik und eigener Band kommt nun bereits das zweite Album von Chris Breuers Formation HEADS. in die Läden und sprengt dabei jegliches Schubladendenken.

Meine erste Begegnung mit dieser Combo war livehaftig in einem kleinen saarländischen Club, und damals wusste ich schon nicht, wie man den Stil von HEADS. beschreiben sollte. Auffällig war jedenfalls die hohe Kunst des Songwritings, die Fülle an Sound bei Minimalbesetzung und die außergewöhnliche Stimme des australischen Sängers. Auch wenn dieser vorwiegend ruhige Töne ans Mikrofon übergab, so waren doch die Noise-Elemente nicht zu leugnen, gerade auch wegen des mächtigen Basssounds.

All diese Elemente finden sich auf "Collider" wieder, allerdings wesentlich weiter und breiter entwickelt. Die Grundstimmung ist ruhiger geworden, atmosphärischer und facettenreicher. Der angenehme Gesang trägt die Instrumente mitsamt dem Zuhörer in eine interessante und teils spartanisch ausgebaute Richtung. Oberflächliches Hören fällt hier flach, man muss tief in die zehn Songs eintauchen, um die gesamte Bandbreite zu erleben, denn HEADS. haben sich ein gutes Stück weiter entwickelt. Auch wenn diese Art von Musik für die Band anfangs unkonventionell erscheint, so hat sie sich doch auf all das Gute besonnen und ein wirklich herausstechendes Album erschaffen, das eine düstere und eher traurige Geschichte in einer etwas anderen Art erzählt. Dennoch muss man nicht auf treibende Riffs und knurrenden Bass verzichten, ebenso wenig wie auf ein marschierendes Schlagzeug im Rhythmus der Anekdoten.

HEADS. haben hier hervorragende Arbeit geleistet und einen großen Sprung nach vorne gemacht. Auf den kommenden Live-Auftritten wird sich wohl die ganze Macht von "Collider" entfalten, denn die Konzerte sind nach wie vor das Sahnehäubchen dieser noch jungen talentierten Band. Na dann mal Köpfe hoch! (Jochen)


Bewertung:

Jochen8,0 8 / 10


Anzahl der Songs: 10
Spielzeit: 41:31 min.
Label: This Charming Man Records
Veröffentlichungstermin: 06.04.2018

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